18:33 27 Juli 2017
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    Südossetische Soldaten bei Unabgängigkeitsfeier in Zchinwal

    Russland übernimmt Streitkräfte Südossetiens

    © Sputnik/ Ada Bagajewa
    Politik
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    Südossetien überlässt einen Teil seiner Streitkräfte der russischen Armee. Die russische Regierung segnete am Montag den Entwurf eines entsprechenden Abkommens mit dem international nicht anerkannten Kaukasus-Staat ab.

    Georgien wartet am Meer auf die Nato
    © AP Photo/ Shakh Aivazov
    Das Abkommen, welches vom russischen Verteidigungs- und Außenministerium gemeinsam mit den zuständigen südossetischen Behörden konzipiert wurde, ist am Montag auf dem offiziellen Informationsportal der russischen Regierung veröffentlicht worden.

    Demnach sollen einzelne südossetische Einheiten in die russische Armee integriert werden. Nach russischem Recht bedarf das Abkommen noch der Zustimmung von Präsident Wladimir Putin.

    Südossetien ist eine Gebirgsregion im südlichen Kaukasus und wird im Norden durch den Hauptkamm des Kaukasus von der russischen Teilrepublik Nordossetien getrennt. Südossetien wird von den meisten Staaten als Teil Georgiens angesehen, ist jedoch bereits seit Anfang der 90ern de facto unabhängig.

    Im August 2008 schickte Georgien Truppen nach Südossetien, um diese Region zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwal weitgehend zerstört (Fotos) und zahlreiche Zivilisten sowie russische Friedenssoldaten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.

    Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien sowie den anderen De-facto-Staat in Georgien, Abchasien, als unabhängig an und richtete dort Militärstützpunkte ein. Südossetien erklärte seinerseits den Kurs auf Einbindung in die Russische Föderation. Für dieses Jahr ist ein Referendum über diese Frage geplant.

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    Tags:
    Südossetien, Russland
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