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    Unabhängigkeitsfeier in Zchinwal

    Putin-Erlass: Soldaten aus Südossetien dürfen in Russlands Armee dienen

    © Sputnik / Ada Bagaewa
    Politik
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    Demnächst sollen einzelne Armeeeinheiten des international nicht anerkannten Kaukasus-Staates Südossetien in die russische Armee integriert werden. Russlands Präsident Wladimir Putin hat angeordnet, ein entsprechendes Abkommen zu unterzeichnen.

    Die Anordnung zur Unterzeichnung des Dokuments ist auf dem offiziellen Rechtsportal Russlands veröffentlicht. Mit seiner Anordnung hat Putin das Verteidigungsministerium und das Innenministerium Russlands beauftragt, Verhandlungen mit Südossetien zu führen und das entsprechende Dokument im Namen Russlands zu unterzeichnen.

    Es handelt sich konkret um ein Abkommen über die Eingliederung einzelner Einheiten der südossetischen Streitkräfte in den Bestand der russischen Armee. Das Projekt dazu hat die russische Regierung am Vorabend bestätigt.

    Südossetien ist eine Gebirgsregion im südlichen Kaukasus und wird im Norden durch den Hauptkamm des Kaukasus von der russischen Teilrepublik Nordossetien getrennt. Südossetien wird von den meisten Staaten als Teil Georgiens angesehen, ist jedoch bereits seit Anfang der 90er de facto unabhängig.

    Im August 2008 schickte Georgien Truppen nach Südossetien, um diese Region zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwal weitgehend zerstört (Fotos) und zahlreiche Zivilisten sowie russische Friedenssoldaten getötet wurden, konnte erst nach der Intervention russischer Truppen abgewehrt werden.

    Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland Südossetien sowie den anderen De-facto-Staat in Georgien, Abchasien, als unabhängig an und richtete dort Militärstützpunkte ein. Südossetien erklärte seinerseits den Kurs auf Einbindung in die Russische Föderation. Für dieses Jahr ist ein Referendum zu dieser Frage geplant.

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    Tags:
    Wladimir Putin, Russland, Südossetien