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09:32 23 Oktober 2019
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    Frankreichs Ex-Wirtschaftsminister Emmanuel Macron

    Las-Vegas-Trip beschert Macron nun juristische Probleme

    © REUTERS / Ruben Sprich
    Politik
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    Die französische Justiz hat ein Ermittlungsverfahren gegen den Präsidentschaftskandidaten Emmanuel Macron eingeleitet, wie AP meldet.

    Wie es aus Justizkreisen hieß, prüft die Pariser Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Günstlingswirtschaft im Zusammenhang mit einer US-Reise Macrons, als dieser noch Wirtschaftsminister war.

    Die Zeitung „Canard enchaine“ hatte zuvor berichtet, dass im Januar 2016 der damalige Wirtschaftsminister Macron Las Vegas besucht habe, wo er an einem Treffen mit Geschäftsleuten teilnahm. Sein Auftritt am 6. Januar 2016 habe mehr als 380.000 Euro gekostet. Business France, eine dem Wirtschafts- und Finanzministerium unterstellte Einrichtung, habe den Auftrag für diese Veranstaltung ohne Ausschreibung an die Werbe- und PR-Agentur Havas übergeben. Der französische Präsidentschaftskandidat gab an, nichts davon gewusst zu haben.

    Der französische Präsidentschaftswahlkampf wird von einem Ermittlungsverfahren überschattet: Am Dienstag hatte die französische Justiz ein Verfahren gegen Macrons konservativen Rivalen François Fillon eingeleitet. Ihm wird vorgeworfen, seine Frau zum Schein im Parlament beschäftigt zu haben.

    Auch die Präsidentschaftskandidatin Marine  Le Pen steht im Verdacht, mit EU-Geldern Parteipersonal des Front National bezahlt zu haben. Insgesamt geht es um 340.000 Euro.

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    Tags:
    Wahlkampf, François Fillon, Marine Le Pen, Emmanuel Macron, Frankreich