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    Весна в Крыму

    Kiew konfisziert ausländisches Frachtschiff – wegen Krim-Besuchen?

    © Sputnik / Sergei Malgavko
    Politik
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    Das Bezirksgericht der südukrainischen Stadt Odessa hat das unter tansanischer Flagge verkehrende Frachtschiff „Sky Moon“ konfisziert, welches zuvor auch Häfen der Schwarzmeer-Halbinsel Krim ansteuerte. Dies teilte der Pressedienst der ukrainischen Militärstaatsanwaltschaft am Freitag mit.

    Das Gericht erhob Anklage gegen den Kapitän wegen der Einfuhr von mehr als 3000 Tonnen technischen Sodas, ohne die ukrainische Zollkontrolle zu absolvieren, sprach ihn schuldig und ordnete an, sowohl die geschmuggelten Waren im Gesamtwert von 688.000 US-Dollar (umgerechnet rund 641.000 Euro) als auch das Schiff selbst zu beschlagnahmen.

    Die ukrainische Küstenwache hatte die „Sky Moon“ auf dem Weg von Sewastopol in den moldauischen Hafen Giurgiuleşti  am 30. November 2016 an der Donau angehalten. An Bord des Schiffes befanden sich neun Besatzungsmitglieder, alle Bürger Syriens. Die übrigen Besatzungsmitglieder wurden zivilrechtlich zur Verantwortung gezogen.

    Bei einem Volksentscheid am 16. März 2014 über den künftigen Status der Halbinsel Krim und der Stadt Sewastopol hatten 96,77 Prozent bzw. 95,6 Prozent für die Wiedervereinigung mit Russland gestimmt. Am 18. März 2014 war der Vertrag über die Wiedervereinigung unterzeichnet worden. Trotz des Volksentscheids betrachtet die Ukraine die Krim weiterhin als Teil ihres Territoriums. Die Resultate des Krim-Referendums haben auch die meisten EU- und Nato-Staaten nicht anerkannt und stattdessen Sanktionen gegen Russland verhängt.

    In Moskau besteht man darauf, dass die Verfahrensweise bei der Aufnahme der Region in den Bestand Russlands den Normen des Völkerrechts entsprach. Laut dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Krim-Frage „endgültig abgeschlossen“.

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    Tags:
    Beschlagnahme, Frachtschiff Sky Moon, NATO, EU, Wladimir Putin, Tansania, Krim, Ukraine