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05:15 14 Oktober 2019
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    Türkisches Korn-Embargo? Kreml kommentiert, was er kommentieren kann

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    Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen (108)
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    Die Erwägung der Türkei, die zollfreie Einfuhr russischen Getreides aufzuheben, soll die Normalisierung der Beziehungen zwischen Moskau und Ankara nicht beeinflussen, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag mitteilte.

    Das Ansinnen der Türkei, künftig keine Lizenzen für die zollfreie Einfuhr russischen Getreides zu vergeben, kann Peskow zufolge auf die Beziehungen zwischen den beiden Staaten keinerlei Auswirkungen haben.

    Weitere Fragen zu Russlands Plänen einer möglichen Marktöffnung, beispielsweise für türkische Tomaten, könne wiederum nur das russische Landwirtschaftsministerium beantworten.

    „Das ist keine Kreml-Frage“, so Peskow.

    Am 15. März hatten die türkischen Behörden die Ausgabe von Lizenzen für die zollfreie Einfuhr russischen Getreides und Öls eingestellt. Laut der Nationalen Assoziation der Exporteure landwirtschaftlicher Erzeugnisse hat die Türkei damit praktisch ein Importverbot für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus Russland verhängt.

    Am 10. März hatte Russland offiziell die Einfuhr von Zwiebeln, Blumenkohl, Brokkoli, Salz, Kaugummi und Würznelke aus der Türkei wieder erlaubt. Tomaten, Puten- und Hühnerfleisch, Äpfel, Birnen, Gurken sind bisher verboten.

    Die Türkei ist nach Ägypten der zweitgrößte Importeur russischen Weizens. Im Zeitraum von Juli 2016 bis Februar 2017 hatte Ankara etwa zwei Millionen Tonnen Getreide aus Russland eingeführt.

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    Normalisierung der russisch-türkischen Beziehungen (108)

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    Tags:
    Einfuhrverbot, Beziehungen, Kreml, Dmitri Peskow, Russland, Türkei