02:48 25 März 2017
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    Kreml über „Schrift-Szenarien“ zu Donbass

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    Politik
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    Kein Frieden im Donbass (2017) (152)
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    Moskau hat keinerlei Papiere hinsichtlich einer potentiellen Aufnahme der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Lugansk in den Bestand Russlands an der Hand, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Freitag sagte.

    „Sie kennen die Einstellung, die die Vertreter des Donbass mehrmals äußerten. Dazu gibt es jedoch keine schriftlichen Szenarien. Genau deswegen verfolgen wir mit Besorgnis, wie das Land (die Ukraine – Anm. d. Red.) bewusst eine große Region abtrennt“, so Peskow.

    Im Kreml hält man „eventuelle Überlegungen“ zu diesem Thema für unmöglich. Russland war und bleibt, wie Peskow ferner betonte, daran interessiert, an seinen Grenzen „eine geeinte, vorhersehbare und profitierende Ukraine“ zu haben.

    Zuvor hatte der Sprecher des russischen Präsidenten die Frage nach der Anerkennung von Lugansk und Donezk durch Russland als „inkorrekt“ und die Diskussionen zu diesem Thema als „unangebracht“ und „virtuell“ bezeichnet.

    Peskow zufolge sind die Bedingungen, unter denen sich die weder von Russland noch von der Ukraine anerkannten Volksrepubliken befinden „absolut unerträglich“, weil sie „unter einer knallharten Blockade seitens der Ukraine“ litten, und „von der sozialen und Bankversorgung abgetrennt“ seien.

    Ende Januar hatten ukrainische Radikale eine Verkehrsblockade des Donbass begonnen, was zu Ausfällen von Anthrazitlieferungen führte, denn das Anthrazit wird in den von den ukrainischen Behörden nicht kontrollierten Landesgebieten gefördert. Die beiden selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk hatten daraufhin verkündet, die nicht im Zuständigkeitsbereich der ukrainischen Behörden liegenden Betriebe unter Zwangsverwaltung zu stellen. Am 3. März hatte das Oberhaupt der Republik Donezk, Alexander Sachartschenko, Kiew eine Handelsblockade erklärt.

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    Tags:
    Blockade, Diskussion, Grenzen, Beitritt, Szenario, Dmitri Peskow, Donezk, Lugansk, Russland
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    Alle Kommentare

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      Joesi
      Toller Kommentar!.....des geehrten Dimitrie Peskow!
      Wie immer : exzellent!
      Danke!
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      sven.freund
      Keine Ahnung, warum sich Moskau so sträubt, Nägel mit Köpfen zu machen. Ukraine auflösen. Westen zurück zu Polen, Slowakei, Ungarn und die Bukowina/ Rumänien. Die gesamte Süd-, Zentral und Westukraine zurück zu Russland. Fertig, und dann hoffentlich Ruhe im Karton!
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      EugenAntwort ansven.freund(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sven.freund, die Bukowina war Deutsch, wollen sie zurück zu Best-Litowsk?
      Dann gäbe es allerding gar kein Polen mehr....
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      sven.freundAntwort anEugen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eugen, Erstmal Süd- und Nordbukowina vereinen und aus der Ukraine rauslösen. Dann Abstimmen lassen, wo die hinwollen. Deutsch war die Bukowina nie, da haben neben Anderen viele deutschsprachige Österreicher und Juden gewohnt und hat auch lange zur Donaumonarchie gehört, aber zum Deutschen Reich hat das nie gehört.
    • AmbuyaAntwort anJoesi(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Joesi, diesmal blockiert er mir zu betont. Sonderbare Tonart. ETWAS ist im Busch, wir werden es schon noch erfahren. So konnte es ja wirklich nicht mehr weitergehen und
      >„eine geeinte, vorhersehbare und profitierende Ukraine“<
      ist derart illusorisch, davon kann nicht einmal ein Karthäusermönch träumen, der seinen eigenen Geburtstag vergessen hat. Das wissen sie in Moskau genauer als wir hier.
      Einerseits gäbe es keine schriftlichen Aufzeichnungen bzw. geplante Vorgänge für den Anlassfall über etwas, was jeder zumindest in den russischen Medien nachlesen kann, andererseits schließt er Überlegungen aus und eiert herum, als hätte man ihn gerade geweckt.
      Nein, Joesi, diesmal hat sich unser patenter Peskow ein bisschen vergeigt; da hat man - früher, als von Moskau geplant - offenbar den Nerv getroffen.
    • AmbuyaAntwort anEugen(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Eugen, also gar so groß wäre der Schaden auch wieder nicht.
    • Iswall65Antwort ansven.freund(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sven.freund,
      geht allerdings nicht so einfach wie wir uns das wünschen.
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      EugenAntwort ansven.freund(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      sven.freund, ich schrieb nicht Deutsches Reich - und daß die K&K nicht deutsch sind wirst Du auch nicht unterstellen wollen. Aber zum Kern: Die Bukowina war echtes Kronland - und wurde duch das Diktat von Sant Germain zwangsweise abgetrennt (ähnlich Versailles). Erst 1940 kamen die Deutschen dort "Heim ins Reich" und wurden durch den Krieg in alle Winde zerstreut. Wen willst du also Abstimmen lassen? Die, die schon früher dort lebten oder die kürzlich zugezogenen?
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      EugenAntwort anAmbuya(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Ambuya, im Ernst. Eine lokale Trachtentruppe um Krakau mit folkloristischen Freiheitsgraden würde die Welt bereichern. Eine polnische Armee oder sonstige Außenpolitik braucht niemand.
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