07:27 21 Januar 2020
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    Der von US-Präsident Donald Trump angekündigte geheime Plan zur Bekämpfung des IS ähnelt der Strategie seines Vorgängers Obama sehr. Dies berichtet der TV-Sender NBC unter Berufung auf hochrangige US-Beamte, die Einblick in das Dokument hatten.

    Laut den NBC-Quellen stellt der neue Plan lediglich eine Intensivierung der bereits angewandten Maßnahmen dar. Er sehe unter anderem die Fortsetzung der Luftschläge gegen die IS-Kämpfer, die Unterstützung der „lokalen Kräfte" bei der Rückeroberung der IS-Hochburg Mossul und der Extremisten-Hauptstadt Rakka sowie die Unterbindung der Finanzierungsquellen der Terrororganisation und die „Stabilisierung" der rückeroberten Gebiete vor.

    Solche Maßnahmen seien unzureichend, um die von Donald Trump versprochene schnelle „totale Vernichtung" des „Islamischen Staates" umzusetzen, sagten zwei prominente Militärstrategen gegenüber dem TV-Sender. 

    Admiral a. D. James Stavridis fällt bei dem aktuellen Plan zur IS-Bekämpfung ein altes Sprichwort ein: „Plan B heißt: arbeite härter an Plan A", sagte er. Es fehle an neuen Vorgehensweisen, der US-Präsident sollte den Plan seinem Team zur Nachbesserung zurückgeben.

    Das US-Militär sollte mehr Feuerkraft gegen den IS richten, meint der pensionierte US-Luftwaffengeneral Dave Deptula, der den Luftwaffeneinsatz bei der ersten Militärkampagne im Irak geplant hatte.

    „Wenn wir den „Islamischen Staat" als einen Körper sehen, dann schießen wir auf seine Finger und Zehen", betonte er. Ein weiteres Problem sei, dass die Luftangriffe gegen den IS in den vergangenen zweieinhalb Jahren von Armeegenerälen koordiniert worden seien. „Wenn Sie den Superbowl im American Football gewinnen wollen, werden Sie doch keinen Schwimmtrainer zum Chef des Teams ernennen", sagte er.

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    Tags:
    Terrorismus, Bekämpfung, Plan, Terrormiliz Daesh, Donald Trump, Irak, Syrien, USA