08:44 24 September 2017
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    Situation in Homs

    Syrien: Erste Kämpfer verlassen Homs-Vorort

    © REUTERS/ Omar Sanadiki
    Politik
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    In den vergangenen 24 Stunden hat die erste Kämpfer-Gruppe einen nördlichen Vorort der syrischen Stadt Homs verlassen, meldet das russische Verteidigungsministerium am Montag. Konkret soll es sich dabei um 400 Kämpfer und deren Familienmitglieder handeln.

    „Das ist eine sehr wichtige Aktion, weil nach lange andauernden, schwierigen Verhandlungen eine breite Masse illegaler bewaffneter Gruppierungen, die sich in Homs befinden, endlich dem Abzug aus der Stadt zugestimmt hat“, so der Behördenvertreter Aleksej Kim.

    Ihm zufolge dauerten die Verhandlungen über den Abzug der Kämpfer knapp einen Monat an, weil diese, die syrische Seite sowie das russische Versöhnungszentrum in Syrien unterschiedliche Bedingungen dafür gestellt hätten.

    „Es war notwendig, zu einem einheitlichen Nenner zu kommen, damit beide Seiten mit der Erfüllung dieser Anforderungen zufrieden waren“, so Kim weiter.

    Der Verhandlungsprozess sei sehr schwer gewesen, habe aber nun erste positive Ergebnisse gebracht.

    Solch ein Erfolg soll dank der Arbeit der Offiziere des russischen Versöhnungszentrums sowie der syrischen Militärs erreicht worden sein. „Laut dem Vertrag (mit den Kämpfern – Anm. d. Red.) soll der Prozess bis zu drei Monaten dauern. Aber, wie es von der oppositionellen Seite heißt, wird geplant, den Prozess schneller zu vollenden“, sagte Kim.

    Am 14. und 15. März hatte in Astana die dritte Runde der Syrien-Gespräche stattgefunden. Daran beteiligten sich Russland, die USA, die Türkei und der Iran.
    Im Sommer 2016 hatte Syriens Präsident Baschar al-Assad per Erlass eine Amnestie für diejenigen Rebellen verfügt, die ihre Waffen abgeben.

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    Tags:
    Abzug, Kämpfer, Verteidigungsministerium Russlands, Russland, Homs, Syrien
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