17:58 28 März 2017
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    „SPD toleriert Islamisten“: Politiker deutschtürkischer Herkunft tritt aus

    © AFP 2017/ John MACDOUGALL
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    Aus Protest gegen die Teilnahme des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Michael Müller an der umstrittenen interreligiösen Friedensdemonstration am Breitscheidplatz ist der gebürtige Hamburger und Mitglied des Abgeordnetenhauses für den Wahlkreis Neukölln, Erol Özkaraca, aus der SPD ausgetreten.

    Am Breitscheidplatz, wo Ende des vergangenen Jahres bei einem islamistischen Terroranschlag zwölf Menschen starben und mehr als 60 verletzt wurden, fand am vergangenen Donnerstag eine interreligiöse Kundgebung statt, an der auch Sympathisanten der islamistischen Muslimbrüder und der Hamas teilgenommen haben. So hatte bei der Veranstaltung Mohamed Taha Sabri, der Imam der Daressalam-Moschee, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, das Wort bekommen.

    Nach Angaben der „Jüdischen Allgemeinen“ hat der Zentralrat der Juden vor der Kundgebung  Müller von einer Teilnahme abgeraten. Dennoch trat Müller mit einer Rede auf, in der er unter anderem äußerte, sich „gegen das Trennende in der Religion“ zu wehren.

    Die Veranstaltung  wurde von der Neuköllner Begegnungsstätte und weiteren drei wegen islamistischer Aktivitäten vom Verfassungsschutz beobachteten Organisationen (das Interkulturelle Zentrum für Dialog und Bildung, das Islamische Erziehungs- und Kulturzentrum IKEZ und das Teiba Kulturzentrum) initiiert. IKEZ gilt als Hamas-Treffpunkt.

    Für den Berliner Ex-Abgeordneten Özkaraca, der als Kritiker  des „politischen Islams“ gilt,  ist das offenbar zu viel: In  seinem Facebook-Account erklärte er nun, dass der „Auftritt des Regierenden auf dem Breitscheidplatz und die Manifestierung eines meiner Auffassung nach zu toleranten Umgangs mit dem politischen Islam und Islamisten“ Grund genug sei, um nach 23 Jahren aus der SPD auszutreten. 

    An der Veranstaltung hatte nämlich außer dem Bürgermeister auch Mohamed Taha Sabri teilgenommen, welcher vom Regierenden Bürgermeister „mit dem Verdienstorden des Landes Berlin geehrt und damit hoffähig gemacht“ worden sei.

    „In seiner Rede am Tatort stellte Mohamed Taha Sabri ausdrücklich klar, dass er sich weigert, derartige Anschläge als islamistisch zu benennen. Diese Anschläge haben nach seiner Auffassung mit dem Islam nichts gemein“, schreibt der Ex-Abgeordnete. „Eine Auseinandersetzung, warum diese Taten im Namen Allahs begangen werden, warum die Aufklärung und Bekämpfung dieses Terrors unter Muslimen nicht mit der nötigen Energie betrieben wird und warum Demokratie und Rechtsstaat in mehrheitlich islamischen Staaten mit Verweis auf die islamische Religion verhindert werden, führt dieser Imam bewusst nicht.“

    Dass die SPD mit derartigen Handlungen und Reden, die Unterstützungen von vielen säkularen Muslimen, Juden und vielen anderen verlieren könnte, werde jedoch nicht gesehen.

    „Mein Kampf in der SPD für eine klare und eindeutige Abgrenzung und Auseinandersetzung in den letzten Jahren war vollkommen erfolglos und wird es nach meiner Auffassung auch bleiben, selbst wenn ich weiterkämpfen würde“, so Özkaraca.

     

    Themen:
    Lkw-Anschlag auf Berliner Weihnachtsmarkt (110)
    Tags:
    Islam, Terror, Islamismus, Hamas, SPD, Michael Müller, Erol Özkaraca, Israel, Berlin, Deutschland
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Eugen
      seit wann brauch man Gründe um aus der SPD auszutreten?
      erkennen des Wesens ist hinreichend.
      ------------------------
      Ein Herr Schulz schwadroniert von einem völlig neuen Kampf gegen „Rechts“, denn „Rechts“, also die Rechtspopulisten, möchten u.a. Demokratie und Pressefreiheit in Deutschland und Europa abschaffen..., Herr Schulz möchte ein Füllhorn der Wohltätigkeit gegenüber Familien ausschütten (welche Familien er meint, das hat er allerdings nicht gesagt), so geht der Mist weiter: Worthülsen, nichts Greifbares, also vor allem nichts, was den Menschen hier im Lande auch nur ansatzweise einen Grund liefern könnte, diese Partei und vor allem diesen Schulz zu wählen!


      Wir sehen folglich, daß ein Herr Schulz wohl offensichtlich eine 180-Grad-Kehrtwende hinlegt, denn schließlich hat er sieben Jahre lang die Interessen Deutschlands an die Wand gefahren und er erkennt in seiner Beschränktheit (oder seinem Kalkül) offensichtlich nicht, daß es gerade nur noch die „Rechten“ sind, die sich für Werte, Demokratie und Pressefreiheit einsetzen.

      Nun, das ist nicht weiter schlimm, denn Herr Schulz dürfte in vielen Bereichen bzgl. Erkenntnis und Erkennen mit Blindheit geschlagen sein, der Kopf (nebst Verstand) steckt zu tief im Freßnapf fest, da ist kein Raum und keine Sicht für das Wesentliche, dazu gehört wohl auch der Aufenthalt in einer psychiatrischen Einrichtung wegen Größenwahns.


      Der heutige Auftritt, der heutige Sonderparteitag der SPD lässt mir manifeste Schauer über den Rücken laufen, das war Erinnerung an 1933 ff pur, martialische Lügenreden neben hochgepuschtem Personenkult, euphorisierte Journalisten, diese hin und weg von der apotheotischen „Größe“ des Herrn Schulz, da kann man schon mal fragen: „Wollt ihr den totalen Schulz“?
      www.lutzschaefer.com/index.php?id_kategorie=8&id_thema=311
    • RichardLeo
      wer sich inzwischen alles anmaßt - deutschen Politikern Vorschriften machen wollen zu dürfen tztztz
    • avatar
      Joesi
      Erol Özkaraca ein Mann mit Rückrat!
      So muß ein moderner Muslim sein...diese wollen wir in Europa!
      ,,,und keine mittelalterlichen Musel-Muselmen!
    • Molotov
      diese Scharia Partei SPD verhöhnt die Opfer des Terrors und verunglimpft Bürger die Ihre Frauen und Kinder schützen als Pack und Nazis
      diese Partei ist Abschaum übelster Abschaum
    • avatar
      Joesi
      ....da ist doch wirklich etwas unklar!
      Der gute Müller war am 14.3. mit dem Bürgermeister von Moskau in Moskau!! zusammen getroffen! Er hatte auch Frau Shebli mitgenommen!
      Da scheint dann doch die üblich Verdächtigen gestört zu haben!
      Der Austritt des Erol Özkaraca scheint dann wohl eine Inszenierung zu sein!!
      www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/rathaus-aktuell/2017/meldung.570893.php
    • WienerKarl
      Dahinter stecken doch die Betreiber der "Eine Welt Religion", diese als ein wesentlicher Teil der Weltherrschaft. Europas Bestimmung ist der christliche Glaube, und der Glaube an Christus setzt ganz sicher nicht die Mitgliedschaft in einer Religionsgemeinschaft voraus. Den Glauben an Christus kann jeder Mensch für sich selbst finden, man muss sich nur mit der Bibel beschäftigen, Christus selbst zeigt den Weg.
    • isaac
      Wer für alles einstehen will, sollte sich zuerst einmal hinsetzen, damit er nicht umfällt.
    • isaacAntwort anWienerKarl(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      WienerKarl, Sehr gut, da darf ich an eine Predigt zu Karfreitag 2013 erinnern, wo ein gestandener Pfarrer den vereinten Gläubigen u.a. zu verstehen gab, daß die Gläubigen nicht unbedingt die Kirche brauchen, die Kirche jedoch die Gläubigen. Ein sehr wahrer Spruch! Wenn es jedoch überhand nimmt, daß es nur noch Sofa-Christen hat, dann fühlen sich andere Formen von Ideologie geradezu prädestiniert den "wahren Glauben" zu verbreiten.

      Da kommen einem fast die Tränen, wenn man sieht daß innerhalb weniger Jahre die über mehr als Hundert Jahre hinweg "erkämpften" demokratischen "sozialen" Errungenschaften gegen die Wand gefahren werden. Natürlich mit Hilfe der Enkel und Söhne einer mittlerweile nur noch aus "sozialen" Fragmenten und Schlagwörtern agierenden Partei zur "Führungsmacht" mutieren will, wenn auch nur als "Aushängeschild" für neoliberale Machtpolitik.

      Da es ohnehin keine Arbeiter und Angestellte nicht mehr geben kann, braucht es auch keine Rücksicht mehr auf soziale Errungenschaften. So einfach kann Leben auf ein Minimum reduziert werden.

      Der Wachturm arabischer Vorboten wird euch von der Ausreise abhalten wollen. Es wird denen alles genommen, die ohnehin nichts mehr haben. Selbst dran schuld. Die Schuld der Büßer. Stets wird die Politik heutzutage arroganter. Geht nicht gibt's nicht. Geht doch. Oder?
    • isaacAntwort anWienerKarl(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      WienerKarl, Wer Pharisäern und Schriftgelehrten der Moderne anhangt, kann unmöglich Respekt vor dem Leben anderer haben; denn sie kennen zwar auch Toleranz, können dies zwar bei anderen erkennen, aber selten bei sich selbst. Jesus Christus lebt in jedem selbst, und wer einer Ideologie anhängt, die solches negiert und den eigenen Irrglauben predigt, sollte nicht nur beim Verfassungschutz vorgeführt werden, für den sollten nur entprechende Gesetze angewendet werden dürfen. Leider gibt es bisweilen schon zu viele "Trittbrettfahrer", die gut und gerne von der Lage profitieren. Leider.
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