21:30 23 November 2017
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    Wie die USA Nordkorea aus dem Weltfinanzsystem drängen wollen

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    Washington bereitet ein neues Sanktionspaket gegen Nordkorea vor, wie die Agentur Reuters meldet. Diesmal sind demnach die für den Außenhandel des Landes verantwortlichen Banken und Finanzinstitute betroffen.

    Ziel dieser Sanktionen sollen chinesische Banken werden, die mit Nordkorea handeln. Den Quellen der Agentur zufolge werden die neuen Sanktionen nach einem Modell verhängt, welches einst gegen den Iran verwendet wurde. Die Sanktionen gegen Teheran waren damals effektiv, weil der Iran ein großer Ölexporteur war.

    Ob ähnliche Sanktionen gegen einen schon jetzt relativ isolierten Staat ebenfalls wirken können, sei allerdings noch unklar. Aber, so schreibt Reuters weiter, würde die Verhängung solcher Sanktionen es wenigstens ermöglichen, Betriebe, die mit Nordkorea handeln, vom internationalen Finanzsystem abzuschneiden.

    Die restriktiven Maßnahmen gegen Nordkorea schließen zudem die Verstärkung der Militärpräsenz in der Region ein. Zugleich soll sich Washington aber von der Idee eines Präventivschlags gegen Nordkorea verbschiedet haben, da ein solcher zu riskant sei. Stattdessen könnten sich die USA auf einen geheimen Cyberkrieg sowie andere Operationen mit dem Einsatz von Geheimdiensten gegen das Land konzentrieren.

    Nordkorea hatte in der vergangenen Zeit mehrere Raketenstarts vorgenommen. Nach dem neuerlichen Raketentest haben die USA und Südkorea beschlossen, die Aufstellung des US-Raketenabwehrsystems THAAD auf der koreanischen Halbinsel zu forcieren.

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    Tags:
    Betrieb, Finanzsystem, Banken, Sanktionen, Nordkorea, USA
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