17:57 28 März 2017
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    Rex Tillerson

    Tillerson besucht doch Russland

    © REUTERS/ Kevin Lamarque
    Politik
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    US-Außenminister Rex Tillerson will im April Russland besuchen, wie das US-Außenministerium gegenüber Sputnik mitteilte.

     „Im April fährt er (Tillerson – Anm. d. Red.) zum G7-Gipel nach Italien, dann zu einem Treffen nach Russland“, sagte ein Sprecher dieser Behörde, nannte jedoch keinen genauen Termin.

    Die Agentur Reuters hatte zuvor unter Verweis auf anonyme Quellen gemeldet, dass der Außenminister plane, am 12. April nach Moskau zu kommen.

    Tillerson beabsichtigt laut Reuters außerdem, dem Außenministertreffen der Nato-Mitgliedsländer am 5. und 6. April fernzubleiben, um den  Gesprächen des US-Präsidenten Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping beizuwohnen, die in einem Trump gehörenden Kurort in Florida stattfinden sollen

    Mehr zum Thema: Lawrow kritisiert Handlungen von Tillersons Team bei Verhandlungen in Bonn

    Nach seinem Amtsantritt hatte sich Tillerson schon einmal mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow getroffen, am 16. Februar in Bonn. Damals erörterten die Minister die Bereiche, in denen ein Zusammenwirken zwischen Moskau und Washington möglich sei. Beide bezeichneten das Gespräch hinterher als produktiv.

    Wie Kremlsprecher Dmitri Peskow noch am 15. März erklärte, stehe ein Treffen mit Tillerson  vorerst nicht auf dem Terminplan Wladimir Putins. „Bisher gibt es keine genauen Daten, deshalb steht ein solches Treffen bisher auch nicht im Terminplan des Präsidenten“, sagte Peskow damals.

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    Tags:
    Dmitri Peskow, Wladimir Putin, Xi Jinping, Rex Tillerson, Russland, USA
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    Alle Kommentare

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      nebulus
      die sprechen nur ab wie weit jeder mit den vorbereitungen ist und wo in nächster zeit jeder das und das vorhat und man von anfang an schon weiss wo man sich gegenseitig nicht so doll einmischen soll. das gilt für beide seiten. in endeffekt hocken die doch alle unter einer decke weil es ja ums geld verdienen geht und nix anderes. die interessiert nicht der wohlstand der völker sondern nur das geld und die macht über die völker
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      Schlußfolgerer
      Jenes Foto von Tillerson, das den Titel dieses Beitrages illustriert, könnte die Verbissenheit symbolisieren, mit der eine absteigende Weltmacht die politischen, wirtschaftlichen und militärischen Felle noch zu retten versucht, die ihr auf dem ewigen Fluss der Geschichte davon zu schwimmen drohen.
    • Der Elegante Mr.Putin
      "Besucher" möchte man schon selbtbetsimmt einladen!
      Uneingeladenen Besuch, der sich für so wichtig hält,
      dass er sich selbst einlädt, ist meist eher unerwünscht!
      Auch Herr Tillerson wird sich noch daran gewöhnen
      müssen, dass in diesem Fall in erster Linie der
      Terminplan der russischen GASTGEBER maßgebend
      ist! Diese ganzen US-Wichtigtuer glauben offenbar,
      nur weil sie aus den USA kommen, könnten sie sich
      nach Belieben selbst "einladen"?!? Keine Manieren!
      Spätestens an der russischen Staatsgrenze ist aber
      Schluß damit! Niet!
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      SchlußfolgererAntwort annebulus(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      nebulus, Unterschiede in den Absichten der beiden Mächte gibt es aber schon:

      Während das eine Land offen seinee Absicht deponiert, eine „full spectrum dominace“ über die Welt zu errichten, wurde die andere Macht bereits mehrmals in ihrer Geschichte mit Eroberungsgelüsten existenziell gefährdet.

      Der letzte Versuch wurde nur knapp und unter größten Opfern von etwa 27 Millionen Toten abgewehrt.

      Jetzt läuft wieder so ein Versuch und das Verständnis ist nahe liegend, diesen abzuwehren.

      Oder wie nennen Sie es, wenn gegen dieses Land ein Raketenabwehrschild installiert wird, der angeblich gegen ein anderes, kleineres Land gerichtet wäre, doch technisch sehr wohl das größere Land sogar offensiv bedrohen kann.

      Wie nennen wir es denn, wenn ein gewünschter Vertrag ABGELEHNT wird, AEGIS und THAAD würde NICHT gegen das große Land eingesetzt?

      Und wie wäre es schließlich zu nennen, dass AEGIS und THAAD einen ZWEITSCHLAG unwirksam machen soll? Die Frage, wer denn diesen Erstschlag plane, wurde mir hier nie beantwortet, weil ohnehin klar ist: Der die Abwehr errichtet! Wirkt diese Frage zu „rhetorisch abstrakt“, um beantwortet zu werden?

      Dass ein Land, dem schon so oft übel mitgespielt wurde, nun vorsichtig ist, sollte wohl verstanden werden, oder?

      Ihre, scheinbar ausgleichende, „nett“ wirkende Aussage, quasi „sind doch alle nur die gleichen Verbrecher“ ist bei Betrachtung geschichtlicher und gegenwärtiger Hintergründe nicht mehr aufrecht zu halten.
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