22:33 29 Januar 2020
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    „Gottkanzler“ Martin Schulz als Lockführer, der auf dem Weg ins Kanzleramt seine politischen Gegner mit einem Zug aus dem Weg räumt und für das Überfahren von "fiesen Populisten" - Frauke Petry und Donald Trump - EU-Sterne einkassiert. Mit diesem Digitalspiel will die SPD besonders bei jungen Wählern punkten.

    ​Es ertönt die 8-Bit-„Internationale“, ein Pixel-Kanzlerkandidat Martin Schulz fährt seine Lock zum langersehnten Kanzleramt.  Doch laut Spielanleitung „versuchen fiese Populisten, mit ihren rückwärtsgewandten, beschränkten und mauerorientierten Ideologien den Weg zu versperren“ (später wurden diese Worte jedoch gelöscht). Kurzerhand überfährt man diese und bekommt dafür auch noch EU-Sterne.

    ​Zu den fiesen Populisten gehören offenbar US-Präsident Dolnald Trump und AfD-Chefin Frauke Petry. Später erscheint auch der russische Präsident Wladimir Putin, der mit nacktem Oberkörper auf einem Bären reitet. Laut Anleitung liefert das Überfahren von digitalen Menschen  „bremsenlosen Spielspaß“.

    ​Das Spiel, welches für Android und künftig auch für iOS erhältlich ist, wurde bei einem von der SPD initiierten „Hackathon“ entwickelt und bereits von der SPD-Generalsekretärin Katarina Barley getestet. In einem Video sieht man, wie sie mit dem „Schulzzug“ jubelnd den digitalen US-Präsidenten Donald Trump überfährt.

    ​Auch dem neuen SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten Schulz scheint das Spiel zu gefallen: So hatte er sich bereits Anfang März für die Arbeit der Programmierer bedankt:

    ​Allerdings hat das Spiel nicht bei allen Politikern Unterstützung gefunden.

    ​So twittert die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner, dass „bei allem Sinn für Humor“  es gut bekannt sei, was SPD-Politiker rufen würden, wenn andere Parteien sich solche Gags erlauben würden:

    ​AfD-Vize Beatrix von Storch glaubt aber zunächst gar nicht, dass es das SPD-Spiel tatsächlich gibt:

    ​Laut Generalsekretär Patrik Schneider ist das Spiel einfach nur „geschmacklos“:

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    Tags:
    Computerspiel, Frauke Petry, Martin Schulz, Wladimir Putin, Deutschland