20:19 14 November 2019
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    Vorwürfe wegen Wahlbeeinflussung an Russland: FBI überprüft Sputnik und RT

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    Das FBI überprüft neben anderen Nachrichtenportalen auch die Webseiten des russischen TV-Senders RT und des russischen Nachrichtenportals Sputnik im Zusammenhang mit der angeblichen Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahl in den USA. Dies berichtete das Nachrichtenportal McClatchyDC unter Verweis auf eigene Quellen.

    Wie die Quellen, die mit der Ermittlung bekannt sein sollen, behaupten, haben „Russlands Agenten" angeblich automatische Computerprogramme (Bots) angewendet, die die Sozialnetzwerke mit Links auf veröffentlichte „pro-Trump Geschichten" gefüllt hätten, als der republikanische Präsidentschaftskandidat sich im Wahlkampf gegen die Demokratin Hillary Clinton in der Defensive befunden habe.

    „Endprodukte" solcher Aktivitäten sollen Millionen von Twitter- und Facebook-Posts gewesen sein, die Links zu den Artikeln auf konservativen Internet-Seiten wie Breitbart News oder InfoWars sowie auf den Webseiten von RT und Sputnik enthalten hätten. Darunter hätte es Meldungen gegeben, die völlig oder teilweise falsch gewesen seien, so McClatchyDC.

    Dabei legt das Webportal keine Belege für seine Behauptungen vor. Ein FBI-Sprecher habe aber auf Kommentare zu diesem Thema verzichtet, hieß es.

    Russland hatte die Vorwürfe der US-Geheimdienste, die Wahlen in den USA beeinflusst zu haben, mehrmals zurückgewiesen. Die RT- und Sputnik-Chefredakteurin Margarita Simonjan hatte diese Vorwürfe als Angriffe auf den TV-Sender RT bezeichnet, in denen es kein Wort Wahrheit gebe. Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte die Vorwürfe „absurd" genannt. Er schließe nicht aus, dass es sich um Verleumdungsversuche handle.

    Die Notwendigkeit des Informationskampfes gegen die russischen Medien ist in den Ländern des Westens in neuester Zeit zu einem regelmäßig behandelten Thema geworden, dem auch die sogenannte im November 2016 verabschiedete Propaganda-Resolution des EU-Parlaments gewidmet war. Diese stufte die russischen Medien RT und Sputnik als Hauptgefahren ein und stellte ihre Tätigkeit der Propaganda der Terrororganisationen Daesh (auch „Islamischer Staat", IS) und al-Qaida gleich. 

    Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Propaganda-Beschluss des EU-Parlaments als einen Beweis des Verfalls der westlichen Vorstellungen von Demokratie bezeichnet. Er hoffe darauf, dass der gesunde Menschenverstand sich doch durchsetzen werde, und es werde keine tatsächlichen Einschränkungen für Medien geben, sagte Putin.

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    Tags:
    Internet, Wahlen, Einmischung, Sputnik, RT, FBI, Margarita Simonjan, Donald Trump, Russland, USA