20:19 26 September 2017
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    Börsen-Premiere: Weltgrößter Ölförderer bringt islamische Anleihen auf den Markt

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    Saudi-Arabiens staatlicher Erdölkonzern „Saudi Aramco“ will diese Woche den Verkauf sogenannter „islamischer Anleihen“ starten, wie die Zeitung Financial Times berichtet.

    Demnach soll der Konzern diese Woche die Zustimmung der saudischen Behörden bekommen, um islamische Anleihen (Sukuk) im Wert von zwei Milliarden US-Dollar zu verkaufen, so die Zeitung. Da das islamische Bankwesen die Erhebung und Auszahlung von Zinsen verbietet, ist der Sukuk so strukturiert, dass die Investoren fixierte Einnahmen erzielen und somit das religiöse Spekulationsverbot umgehen.

    Der Konzern soll schon früher ähnliche Finanzinstrumente auf den Markt gebracht haben. Erstmals aber wird er nun den von den staatlichen Behörden genehmigten Verkauf von Sukuk-Anleihen abschließen. Stellungsnahmen aus dem Konzern selbst gibt es dazu noch nicht.

    Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass der Anleihenverkauf im Vorfeld des Börsengangs des Konzerns im Jahr 2018 stattfinden soll. Laut der Agentur wurden im Nahen Osten und in Nordafrika bereits Wertpapiere im Wert von 80 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

    Im Oktober letzten Jahres, so Bloomberg weiter, sei außerdem eine  Erstplatzierung der staatlichen Anleihen Saudi-Arabiens erreicht worden, was Saudi-Arabien ganze 17,5 Milliarden US-Dollar eingebracht habe und damit als größter Anleihenverkauf in der Geschichte der Entwicklungsmärkte wurde.

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    Tags:
    Platzieren, Bank, Islam, Anleihen, Ölkonzern, Ölexport, Bloomberg, aramco, Saudi-Arabien
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