13:09 23 September 2017
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    Gleichmut statt Sanktionen: So will China Konflikt zwischen zwei Koreas regeln?

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    Konflikt zwischen den zwei Koreas (2017) (49)
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    China hat sich gegen eine einseitige Verhängung von Sanktionen gegen Nordkorea ausgesprochen, wie die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Hua Chunying, am Mittwoch bei einem Briefing mitteilte.

    „Unsere Position ist folgerichtig und deutlich, wir sind gegen Versuche jedes beliebigen Landes, einseitige Sanktionen auf Grundlage einer eigenen internen Gesetzgebung zu verhängen“, so Hua.

    Angesichts der jüngsten Raketentests rief Peking zudem alle Seiten auf der koreanischen Halbinsel zu Zurückhaltung auf. „Wir rufen die beteiligten Seiten dazu auf, zurückhaltend und ruhig zu bleiben, gegenseitige Provokationen und abenteuerliche Handlungen zu meiden“, so die chinesische Außenamtssprecherin.

    „Wir hoffen, dass die entsprechenden Seiten verantwortungsbewusst handeln und mehr für eine Entspannung tun werden“, so Hua ferner. Sie betonte, dass jegliche einseitigen Schritte auf der koreanischen Halbinsel, die im eigenen Interesse unternommen würden, zu einer Zuspitzung der Situation führen würden.

    China sei ebenfalls über die jüngsten Ereignisse auf der Halbinsel äußerst besorgt, unterstrich die Sprecherin. 

    Zuvor hatte die japanische Agentur Kyodo gemeldet, dass Nordkorea nahe der Ostküstenstadt Wonsan eine Rakete gestartet hatte. Zum Typ der Rakete ist bislang nichts bekannt. Der Test soll missglückt sein.

    Davor war bekannt worden, dass Washington ein neues Sanktionspaket gegen Pjöngjang vorbereite. Diese sollen nach Informationen von Reuters diesmal die für den Außenhandel des Landes verantwortlichen Banken und Finanzinstitute betreffen. Ziel der neuen Sanktionen seien chinesische Banken, die mit Nordkorea handelten. Diese Betriebe sollen vom internationalen Finanzsystem abgeschnitten werden.

    Anfang März hatte Nordkorea laut Medienberichten bereits vier Raketen gestartet, von denen eine nur 200 Kilometer vor der Küste der Präfektur Akita im Nordwesten der japanischen Hauptinsel Honshū im Meer niedergegangen war. Die übrigen drei Raketen tauchten im Abstand von etwa 80 Kilometern nacheinander in 300 bis 500 Kilometer Entfernung vor der Küste ins Meer. Dies zeuge von der Möglichkeit eines gleichzeitigen Schlags aus einer Position gegen mehrere Objekte. Japans Premierminister Shinzo Abe bezeichnete diese nordkoreanischen Raketenteststarts als „neues Niveau der Bedrohung“ für sein Land.

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    Tags:
    Provokationen, Raketentest, Sanktionen, Nordkorea, USA, China
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