05:21 24 April 2017
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    Situation nach den Explosionen im Waffenlager in Balakleja, Gebiet Charkiw

    Explosionen in Waffenlager Balakleja: Poroschenko bittet Nato um Hilfe - LIVE-Ticker

    © Foto: SES of Ukraine
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    In der Nacht auf Donnerstag hat es in der ostukrainischen Stadt Balakleja, Gebiet Charkiw, im größten Waffenlager des Landes mehrere Explosionen gegeben. Anwohner im Umkreis von sieben Kilometern werden evakuiert. Die Behörden stufen den Vorfall als „Sabotage-Akt“ ein.

    Wie die ukrainische Zeitung „Korrespondent" berichtet, ist in dem Waffenlager zunächst ein Feuer ausgebrochen. Gegen drei Uhr explodierten dann die dort gelagerten Munitionen.

    Die Behörden vor Ort verordneten umgehend die Evakuierung der Anwohner, zunächst für einen Umkreis von fünf Kilometern, später von sieben Kilometern. Das Blatt berichtet weiter von Autokolonnen, die die Stadt verlassen. Wer nicht aus der Stadt habe flüchten können, verstecke sich in bombensicheren Bunkern.

    Anatolij Matios, Militärstaatsanwalt der Ukraine, nannte via Facebook eine mögliche Ursache der Explosionen. Seinen Angaben nach war das Feuer gleichzeitig an mehreren Orten ausgebrochen.

    „Wir unternehmen alle nur möglichen Schritte, um Augenzeugen des Sabotage-Aktes ausfindig zu machen", so Matios.

    ​Mittlerweile ist eine Kommission mit dem ukrainischen Vize-Verteidigungsminister General-Leutnant Igor Pawlowskij an der Spitze unterwegs zum Vorfallsort.

    ​Angaben zu Verletzten oder Toten gibt es bislang nicht.

    Neue Meldungen
    • 09:40

      Feuer im Waffenlager gelöscht

      Das Feuer im Waffenlager Balakleja ist komplett gelöscht worden, wie der ukrainische Vizeverteidigungsminister Igor Pawlowski bekannt gab.

    • 11:37

      Flugverbot über Waffenlager bleibt bis Ende März in Kraft

      Das von der ukrainischen Luftfahrtbehörde verhängte Flugverbot im Umkreis von 40 Kilometern um das detonierende Waffenlager bleibt auf Initiative der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde mindestens bis zum 29. März bestehen. Dies teilte der Pressedienst des Staatsunternehmens für Bedienung des Flugverkehrs gegenüber RIA Novosti mit.

    • 10:18

      Katastrophenschutz meldet Tote und Verletzte

      Bei den Munitionsexplosionen im ukrainischen Waffenlager Balakleja ist mindestens eine Frau ums Leben gekommen und eine weitere schwer am Kopf verletzt worden. Dies teilte der Chef der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde, Nikolaj Tschtschetkin, in der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) mit.

    • 09:31

      Explosionen werden schwächer - Räumaktion gestartet

      Die Intensivität von Explosionen ist schwächer geworden, weswegen die Räumarbeiten begonnen werden konnten, teilte das ukrainische Verteidigungsministerium mit.

    • 09:22

      Poroschenko bittet Nato um Hilfe

       „Ich habe Außen- und Verteidigungsministerium sowie den Katastrophenschutz angewiesen, schnellstmöglich die Nato zu einer humanitären Minenräumung in Balakleja heranzuziehen", schrieb Poroschenko in seinem Twitter-Account.

    • 17:41

      In Balakleja brennt ein Wohnhaus

      In der ostukrainischen Stadt Balakleja, Gebiet Charkiw, brennt ein fünfstöckiges Wohnhaus, berichtet die Newssite segodnya.ua. Das Gebäude befinde sich auf dem Gelände eines Militärstützpunkts. Bislang sei es den Feuerwehrleuten nicht gelungen, ans Haus zu kommen.

    • 17:36

      Ukrtransgas leitet Transitlieferungen um

      Der ukrainische Gasbetreiber Ukrtransgas hat aufgrund des Feuers im Waffenlager die Transitlieferungen umgeleitet und somit den Empfang russischen Gases über die Station Sudscha in Russlands Gebiet Kursk erhöht.

    • 17:26

      Premierminister: Drei bis sieben Tage nötig, um Feuer zu löschen

      Laut dem ukrainischen Regierungschef Wladimir Groisman sind drei bis sieben Tage nötig, um das Feuer im Waffenlager vollständig zu löschen.

    • 13:43

      Feuer im Waffenlager greift weiter um sich

      „Bis 13 Uhr konnte man das Feuer noch immer nicht lokalisieren, weil es sich stetig ausweitete“, heißt es aus dem ukrainischen Verteidigungsministerium.

    • 13:36

      Kurz vor Explosionen: Militärstaatsanwalt will Drohne über Waffenlager gehört haben

      „Vor der Explosion war das Geschwirr einer Flugmaschine zu hören, ähnlich dem Flug einer Drohne. Danach kam es zu den Explosionen an zwei Stellen“, wird Militärstaatsanwalt Anatolij? Matios von dem ukrainischen TV-Sender „112 Ukraine“ zitiert.

    • 13:28

      Poroschenko verbindet Mord an Ex-Duma-Abgeordnetem und Waffenlager-Explosionen

      „Ich glaube, das ist kein Zufall, dass es zu dem Mord am selben Tag wie zu dem Sabotage-Akt in Balakleja im Gebiet Charkiw kam“, wird der ukrainische Präsident Poroschenko von seinem Sprecher zitiert. 

      Zuvor hatte der ukrainische Pärsident erklärt, dass der Mord an dem ehemaligen Abgeordneten der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Denis Woronenkow, am Donnerstag in Kiew ein „Aggressionsakt des staatlichen Terrorismus durch Russland“ sei.   

    • 11:31

      Kiew beschuldigt russische Militärs

      Russische Militärs können aus Sicht des ukrainischen Verteidigungsministers Stepan Poltorak etwas mit den Explosionen in der Ukraine größtem Waffenlager zu tun haben.

      Der Militärstaatsanwalt Anatolij Matios erklärte seinerseits, dass es sich kaum um einen Unfall handeln konnte, da zuvor die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt worden seien. „Die erste wahrscheinlichste Version ist Sabotage, die andere Fahrlässigkeit der Beamten“, so der Minister.

    • 10:57

      Evakuierungszone im Gebiet Charkiw auf 10 Kilometer ausgeweitet – Poroschenkos Sprecher

    • 10:45

      Munition wird durch Explosionen ein-zwei Kilometer weit geschleudert

      „Die gefährlichen Gegenstände werden derzeit in eine Entfernung von ein bis zwei Kilometer weggeschleudert“, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak. Dabei wollte der Minister keine näheren Angaben zur Art dieser Munition geben. Dies sei eine vertrauliche Information.

    • 10:13

      Ermittlungsverfahren wegen Sabotage eingeleitet

      „Ein Strafverfahren ist eröffnet worden: wegen Sabotage. Derzeit laufen die Ermittlungen“, erklärte die Sprecherin des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) Jelena Gitljanskaja.

    • 10:05

      Schadenszone umfasst 35.000 Menschen – Militärstaatsanwalt

      Etwa 35.000 Menschen leben in der möglicherweise von der Explosionsserie in dem größten ukrainischen Waffenlager in der ostukrainischen Stadt Balakleja betroffenen Gegend, wie der Militärstaatsanwalt der Ukraine, Anatolij Matios, äußerte.

    • 09:45

      Lugansk weist Schuldzuweisungen zurück

      Die selbsterklärte Volksrepublik Lugansk hat die Anschuldigungen zurückgewiesen, hinter den Explosionen Brand im Munitionsdepot in Balakleja zu stehen. Der Sabotage-Akt sei vielmehr vom ukrainischen Militär selbst verübt worden, um Fehlbestände bei den Waffen zu kaschieren, hieß es.

      „Die ukrainischen Streitkräfte haben Munition verkauft. Als die Führung des Waffenlagers von dem Besuch des stellvertretenden Verteidigungsministers für Bewaffnung, General Pawlowski, erfuhr, hat sie einen Sabotageakt zur Sprengung dieses Depots organisiert, um die enormen Fehlbestände zu vertuschen“, sagte der Sprecher der Lugansker Volksmiliz, Andrej Marotschko, gegenüber der Agentur RIA Novosti.

    • 08:46

      Sicherheitsmaßnahmen an anderen Militärobjekten verstärkt

      „Wegen des besonderen Vorkommnisses wurde befohlen, die Bewachung und Verteidigung anderer Depos, in denen Waffen und Munition gelagert werden, zu verstärken“, sagte der Sprecher des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Alexander Motusjanik, gegenüber dem TV-Sender „112 Ukraine“.

      Im Dezember 2015 hatten die Militärs bereits erklärt, dass dasselbe Waffenlager in der Stadt Balakleja aus der Luft angegriffen worden wäre. Eine Drohne soll dieses Depot damals mit Brandgranaten angegriffen haben, aber dank einer schnellen Reaktion der Militärs soll eine Tragöde verhindern worden sein.

       

    • 08:44

      Sabotage war Explosionsursache - Verteidigungsminister Poltorak

      Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak bestätigt, dass ein Sabotageakt als Explosionsursache in Frage kommt.

    • 08:24

      Etwa 20.000 Menschen aus Umfeld des Waffenlagers evakuiert

      Circa 20.000 Einwohner aus den umliegenden Ortschaften nahe des Waffenlagers in der Stadt Balakleja, Gebiet Charkiw, wo es zu mehreren Explosionen gekommen war, evakuiert. Dies berichtet die Katastrophenschutzbehörde der Ukraine.

      Luftraum im Umkreis von 40 Kilometern um Waffenlager ist gesperrt

      Die Luftfahrt-Behörde der Ukraine hat ein Flugverbot im Umkreis von 40 Kilometern um das detonierende Waffenlager verfügt. Dies teilt das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine unter Berufung auf den Vize-Chef der Behörde Juri Lawrenjuk mit.

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    Explosionen, Balakleja, Ukraine