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15:22 18 Oktober 2019
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    Krim im Winter

    Deutsche auf der Krim: Keine Angst vor Kiews Sanktionen

    © Sputnik / Sergej Malgawko
    Politik
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    Seit einer Woche sind Politiker, Geschäftsleute und Menschenrechtler aus Deutschland, Großbritannien, Serbien und Brasilien zu Besuch auf der Schwarzmeerhalbinsel Krim. Nach ukrainischem Gesetz ist dies eine Straftat. Aber laut Linke-Politiker Andreas Maurer wird die deutsche Delegation mögliche Sanktionsdrohungen einfach an sich abperlen lassen.

    Falls die Ukraine die Mitglieder der Delegation auf die Sanktionsliste setzen sollte, so werde man damit leben können, erklärte Maurer gegenüber russischen Medien und Einwohnern der Halbinsel. 

    Er sei schon das dritte Mal als Politiker und Vertreter des deutschen Business auf der Krim und möchte, dass sich das Potential der Schwarzmeerhalbinsel der ganzen Welt offenbare – besonders für Touristen aus dem Westen.

    „Eine gewisse zurückhaltende Wachsamkeit unserer Gäste ist vorüber. Heute fühlen sie sich frei und komfortabel“, sagte das Oberhaupt des Krimdeutschen-Verbands auf der Schwarzmeerhalbinsel, Jurij Gempel, gegenüber Sputnik.

    Die deutsche Delegation hätte bereits den Botanischen Garten Nikita und den Liwadija-Palast bei Jalta besucht und auch in der Stadt selbst mit Einwohnern gesprochen. Ihre eigene Meinung hätten die Gäste bereits gebildet und auch den Wunsch geäußert, den Besuch zu wiederholen.

    „Sie sagen, dass die Sanktionen, die seitens des ukrainischen Außenministeriums ergriffen werden könnten, sie nicht erschrecken“, so Gempel.

    Die Mitglieder der Delegationen hatten im Rahmen des Besuchs außerdem mehrere Geschäftstreffen durchgeführt und sich mit Vertretern der Krimtataren getroffen. Besichtigt wurden die Baustelle der künftig größten Moschee der Region in Simferopol und ein krimtatarischer TV-Sender. Seit dem Anschluss der Krim an Russland wurde neben Russisch und Ukrainisch auch Krimtatarisch zur Amtssprache erhoben.

    Die Ukraine bestraft Reisen auf die Krim über russisches Gebiet ohne offiziellem Erlass aus Kiew mit Einreiseverbot. Zuvor hatte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU der russischen ESC-Sängerin Julia Samoilowa die Einreise in die Ukraine für drei Jahre verboten. Anlass ist ein aus ukrainischer Sicht „illegaler Auftritt der Sängerin auf der von Russland 2014 annektierten Halbinsel Krim“.

    Die Krim hatte sich im Marz 2014 mit Russland wiedervereinigt, nachdem die Krim-Bewohner per Referendum den gewaltsamen Machtwechsel im Februar 2014 in Kiew als illegal abgelehnt und für den Beitritt zur Russischen Föderation gestimmt hatten.

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    Tags:
    Andreas Maurer, Jalta, Krim, Russland