06:53 23 Januar 2018
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    Nato-Schiffe üben im Schwarzen Meer

    Moskau: US-Patrouillen im Schwarzen Meer gefährden Russland

    © AP Photo/ Vadim Ghirda
    Politik
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    Die Patrouillen von Kriegsschiffen der US-Raketenabwehr im Schwarzen Meer und in der Ostsee stellen laut dem russischen Generalsstab eine Gefahr für Russland dar, da es unklar sei, mit welchen Waffen die Startrampen gerade beladen seien.

    „Die Patrouillen von Kriegsschiffen der Raketenabwehr in den Gewässern des Schwarzen Meers und der Ostsee stellen eine Gefahr für Objekte im europäischen Teil Russlands dar, da es unklar ist, mit welcher Art von Waffen die Startrampen gerade beladen sind – mit Abfangraketen oder mit Marschflugkörpern“, sagte Vizechef der Operativen Hauptverwaltung des russischen Generalstabs, Viktor Posnichir.

    Die Kreuzfahrtschiffe und Flugzeugträger tragen laut Posnichir zugleich auch Tomahawk-Marschflugkörper, die eine Reichweite von 2500 Kilometern haben. Potenziell könnten mehr als 1000 Marschflugkörper auf US-Kriegsschiffen stationiert werden, betonte er.

    Auf den US-Raketenabwehrbasen in Rumänien und Polen sind laut dem Generalleutnant die gleichen Startrampen stationiert. Dabei könne die Aufladung von Tomahawks geheim und schnell passieren, was einen Schlag auf Russland ermögliche.

    „Die Nutzung einer seegestützten Startplattform auf dem Boden zur Aufstellung von Tomahawk-Marschflugkörpern ist eine direkte Verletzung des Vertrags über nukleare Mittelstreckensysteme (INF-Vertrag – Anm. d. Red.)“, so Posnichir weiter.

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    Tags:
    Gefahr, Raketenabwehr, Schiff, Tomahawk-Marschflugkörper, Viktor Posnichir, Ostsee, Russland, USA, Schwarzes Meer
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