23:10 22 Juni 2018
SNA Radio
    Russischer Ölkonzern Rosneft

    Moskau kommentiert EuGH-Urteil über EU-Sanktionen gegen Rosneft

    © AFP 2018 / Dmitry Kostyukov
    Politik
    Zum Kurzlink
    Sanktionen gegen Russland (2017) (145)
    5853

    Alle Einschränkungen gegen russische Unternehmen sind laut dem russischen Vize-Außenminister Alexej Meschkow unrechtmäßig. Dies äußerte er in Bezug auf das am Dienstag verkündete Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) über die Sanktionen gegen Russlands größten Ölkonzern Rosneft.

    „In Bezug darauf kann man nur eines sagen: Alle Sanktionen, die gegen russische Unternehmen verhängt werden, sind illegitim. Ich würde diesem Gericht vorschlagen, sich mit der Uno-Satzung vertraut zu machen“, so Meschkow.

    Nur der UN-Sicherheitsrat sei berechtigt, Einschränkungen gegen Länder oder Unternehmen zu verhängen.

    Der russische Ölkonzern selbst bezeichnete laut dessen Pressedienst das EuGH-Urteil als unbegründet und politisiert. Dieser Beschluss beweise, dass der Vorrang des Rechtes in Europa durch den der politischen Konjunktur ersetzt werde, heißt es in der Mitteilung.

    Das Unternehmen bestehe nach wie vor darauf, dass es keine gesetzwidrigen Handlungen begangen habe.  

    Zuvor hatte der Europäische Gerichtshof in Luxemburg die von der EU verhängten Sanktionen gegen Rosneft für legitim erklärt. Diese Maßnahmen gelten jedoch nicht für Bankzahlungen.

    Rosneft hatte in Großbritannien gegen die von der EU wegen der Ukraine-Krise verhängten Sanktionen geklagt. Die Richter schalteten wiederum den EuGH ein.

    Themen:
    Sanktionen gegen Russland (2017) (145)

    Zum Thema:

    Wie Russland über die Sanktionen triumphierte – West-Medien zu Rosneft-Deal
    Rosneft und BP gestalten ihr Joint Venture in Deutschland neu
    Rosneft-Chef: Nach Ölpreisen sollte man Wahrsagerin fragen
    US-Sanktionen erreichen Norwegen: Aktionärsklage nach geplatztem Deal mit Rosneft
    Tags:
    Urteil, Sanktionen, Rosneft, Europäischer Gerichtshof EuGH, Ukraine, Luxemburg, Großbritannien, Russland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren