21:44 30 März 2020
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    Ein Istanbuler Gericht hat dem Hotelbuchungsportal Booking.com alle Aktivitäten in der Türkei untersagt, wie die Zeitung „Hurriyet Daily News“ am Donnerstag berichtet.

    Das Gericht hat seine Entscheidung mit „unfairem Wettbewerb“ begründet, wie die Vereinigung türkischer Reisebüros (Türsab) erklärte. Darum solle der Zugang zu dem ursprünglich niederländischen Buchungsportal gesperrt werden. Dann dürfte das Portal keine Hotels und Unterkünfte in der Türkei mehr über seine Homepage vermitteln.

    Außerdem solle das Unternehmen wegen einer früheren Beschwerde eine Geldstrafe von etwa 2,5 Millionen türkischer Lira (rund 636.000 Euro) für seine „dem fairen Wettbewerb widersprechenden“ Aktivitäten in der Türkei zahlen.

    Laut Türsab-Generalsekretär Cetin Gürcün soll es trotz allem keine Probleme mit bereits bestätigten Buchungen über Boooking.com in der Türkei geben.

    Das Hotelbuchungsportal Booking.com wurde 1996 in den Niederlanden gegründet. Sein Sitz befindet sich in Amsterdam.

    Am 11. März war ein diplomatischer Konflikt zwischen der Türkei und den Niederlanden ausgebrochen, als dem Flugzeug des türkischen Außenministers Mevlüt Cavusoglu die Landeerlaubnis in den Niederlanden verwehrt worden war. Er hätte bei einem Aufritt die dort lebenden Türken über das bevorstehende Referendum über die vorgesehene Verfassungsänderung in der Türkei informieren sollen.

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    Verbot, Konflikt, Hotel, Gericht, Booking, Niederlande, Türkei