09:00 20 August 2018
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    „Menschenrechtsverletzung!“ - Krimdeutsche rügen Auswärtiges Amt

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    Krimdeutsche halten die Reisewarnung des deutschen Außenministeriums für die Schwarzmeerhalbinsel für eine Verletzung gegen die Menschenrechte, wie am Donnerstag russische Medien berichten.

    Der Vorsitzende der Krimdeutschen-Gemeinde, Juri Gempel, hat so auf die jüngste teilweise Reisewarnung des Auswärtigen Amtes reagiert, die  am Vortag auf der offiziellen Seite des Amtes veröffentlicht worden war.

    Laut dem Dokument wird  deutschen Bürgern „dringend“ von Reisen auf die Halbinsel Krim abgeraten. Seit Juni 2015 sei für Reisen auf die Krim vom ukrainischen Festland aus eine Einreiseerlaubnis der zuständigen ukrainischen Behörde nötig, die nur unter bestimmten Voraussetzungen, keinesfalls jedoch für touristische Zwecke erteilt werde. Eine Einreise auf die Krim über russisches Staatsgebiet sei illegal und ziehe ein Einreiseverbot in die Ukraine nach sich, hieß es dort weiter.

    „Das ist eine Verletzung der Menschenrechte sowie aller internationalen Rechte. Ich kenne die deutsche Gesetzgebung. Sie garantiert den Staatsbürgern die Einreise in jedes beliebige Land. Niemand ist berechtigt, solche Aktivitäten zu beschränken“, so Gempel.

    Solche Warnungen und Drohungen der ukrainischen Behörden aber würden die Menschen nicht stoppen können, die die Krim für sich entdecken und die Wahrheit über die Situation auf der Halbinsel erfahren möchten, so Gempel weiter.

    Zuvor war berichtet worden, dass auf der Krim derzeit eine Delegation aus Deutschland weilt. Darunter sind sieben Geschäftsleute, die überwiegend im Immobilienbereich tätig seien, und drei regionale Politiker. Auf dem Aufenthaltsprogramm stünden Treffen mit gesellschaftlichen Organisationen sowie Besichtigungen von Kultur- und Gedenkstätten.

    Gempel zufolge wird auf der Halbinsel Ende April noch eine deutsche Delegation erwartet.

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    Tags:
    Menschenrechtsverletzungen, Sanktionen, Reisewarnung, Auswärtiges Amt, Juri Gempel, Ukraine, Krim, Deutschland, Russland
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