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11:26 20 Oktober 2019
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    Türkische Panzer an der Greze zu Syrien

    Nach Abschluss von „Euphrat-Schild“ - Neuer türkischer Militäreinsatz in Sicht?

    © Sputnik / Hikmet Durgun
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    Laut dem türkischen Militärexperten Abdullah Agar wird sein Land, das die Operation „Schutzschild Euphrat“ für beendet erklärt hat, mit neuen Initiativen im Bereich der nationalen Sicherheit, zur Stärkung des unitären Systems des türkischen Staates und zur Terrorismus-Bekämpfung auftreten.

    In einem Interview für Sputnik Türkiye sagte Agar, dass die von den türkischen Behörden gestellte Aufgabe, bei der Militäroperation eine 5.000 Kilometer große Fläche von den Terroristen zu säubern, „wegen der Unterstützung für die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans – Anm. d. Red.) und die YPG (Volksverteidigungskräfte – Anm. d. Red.)“ seitens des Westens, darunter der USA, „nicht vollständig erfüllt werden konnte“.

    Im Ergebnis der Operation seien 2.225 Kilometer Fläche befreit worden.

    Agar zufolge sind die Aufgabe und das Ziel der türkischen Operation durchaus konkret gewesen. Die Türkei habe in der Grenzregion die Bedrohung bannen wollen, die von der PKK, den YPG-Einheiten und vom IS ausgegangen sei. Es sei auch geplant gewesen, eine Sicherheitszone für rund 3,5 Millionen syrische Flüchtlinge einzurichten und zu verhindern, dass die Kurden Gebiete in Afrin und östlich des Euphrat miteinander vereinen.

    Die Operation „Schutzschild Euphrat“ habe zur Bewahrung der territorialen Integrität Syriens beigetragen, so Agar. „Wäre in der Region ein kurdischer Korridor geschaffen worden, wäre es unmöglich, von einer unitären Form des Staatsaufbaus Syriens zu sprechen.“

    In Bezug auf den heutigen Besuch von US-Außenminister Rex Tillerson in der Türkei und die amerikanisch-türkischen Verhandlungen über eine Operation in Rakka sagte Agar, die Türkei habe sich von Anfang an gegen die Durchführung der Operation durch die kurdischen YPG-Abteilungen ausgesprochen. Zudem lehne es Ankara ab, an einer gemeinsamen Operation mit den Kurden teilzunehmen, was eine faktische Anerkennung der Legitimität der PKK und der YPG bedeuten würde.

    Nach Auffassung von Ankara bedroht die Präsenz der PKK und der YPG in der Region nicht nur die Sicherheit der Türkei, sondern destabilisiert auch die Situation in der Region insgesamt. Es gehe unter anderem darum, eine Radikalisierung der syrischen Kurden durch das Vorgehen der PKK zu verhindern.

    Der türkische Premier Binali Yildyrim hat im Fernsehen die am Mittwoch veröffentlichte Erklärung zum Abschluss der Operation „Schutzschild Euphrat“ bestätigt. Er schloss eine neue Militäroperation nicht aus, wenn die Sicherheit der Türkei bedroht werden sollte.

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    Experte, Operation, Schutzschild Euphrat, Binali Yildirim, Türkei, Syrien