22:05 24 Februar 2020
SNA Radio
    Politik
    Zum Kurzlink
    2770
    Abonnieren

    Die US-Ex-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und sechs ihrer Assistenten sollen auch nach ihrem Amtsausscheiden als Außenministerin 2013 Zugang zu staatlichen Geheiminformationen besessen haben. Dies berichtete am Donnerstag der TV-Sender Fox News unter Verweis auf den republikanischen Senator des Bundesstaates Iowa, Chuck Grassley.

    Clintons Helfer haben laut Fox News selbst dann noch Zugang zu unterschiedlichen Geheimdokumenten besessen, als sich Clinton im April 2015 als Präsidentschaftskandidatin aufstellte. Wie Grassley mitteilte, sollen ihre Assistenten unter dem Vorwand, an Clintons Memoiren zu arbeiten, Zugang zu diesen Top-secret-Papieren gehabt haben. Allerdings sei eine Überprüfung dieser Tatsache erst möglich geworden sei, nachdem die Administration des Ex-Präsidenten Barack Obama das Weiße Haus verließ.

    „Ich habe mehrmals beim Außenministerium angefragt, ob die Genehmigung für die Außenministerin Clinton und ihre Assistenten ausgesetzt oder abberufen worden sei, doch die Obama-Administration hat sich geweigert, meine Fragen zu beantworten“, erklärte Grassley in einem Schreiben an den US-Außenminister Rex Tillerson vom 30. März. Dem Senator zufolge hatte der damalige US-Außenminister John Kerry diese Anfragen in den Jahren 2015 und 2016 ignoriert.

    Hillary Clinton, Präsidentschaftskandidatin der Demokratischen Partei der USA
    © REUTERS / Aaron P. Bernstein
    Grassley, der auch den Justiz-Ausschuss im Senat des Kongresses leitet, hat laut dem TV-Sender am Donnerstag eine Untersuchung dieser Frage eingeleitet. Vor allem beunruhige ihn die im vergangenen Jahr von FBI-Direktor James Comey abgegebene Erklärung, dass Clinton und ihre Assistenten „äußerst nachlässig mit sehr vertraulichen und geheimen Informationen umgegangen sind“. Wie Grassley ebenfalls behauptet, soll es „Beweise für einen potentiellen Verstoß gegen die Regeln im Umgang mit Geheiminformationen geben“.

    Mehr zum Thema: Trump enthüllt, warum Clinton mehr Stimmen bekam

    Die Ex-Außenministerin und Ex-US-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten, Hillary Clinton, ist immer wieder heftig dafür kritisiert worden, dass sie während ihrer Tätigkeit im Außenministerium ihren privaten E-Mail-Server genutzt und somit die Sicherheit des Landes gefährdet habe. Selbst nach den vom FBI diesbezüglich unternommenen Ermittlungen sei Clinton jedoch offiziell nichts vorgeworfen worden. Nach Erachten vieler Analytiker hat diese Tatsache dazu geführt, dass sich ein Teil ihrer Wähler von ihr abgewandt und sich für Donald Trump, den  jetzigen US-Präsidenten, entschieden hätte.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Sputnik kommentierenvia Facebook kommentieren

    Zum Thema:

    WikiLeaks: Clinton-Mails nicht durch Russen gehackt, sondern…
    Washington: „Ungläubige“ Wahlmänner stimmen nicht für Clinton und müssen zahlen
    Keine Ambitionen mehr? Clinton will nicht Bürgermeisterin von New York werden
    Trump spricht von Verbindungen des Clinton-Teams zu Russland bei US-Wahl
    Tags:
    Chuck Grassley, Hillary Clinton, USA