10:03 05 April 2020
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    Die Zusammenarbeit zwischen der Nato und Russlandkann aus Sicht des Ex-Generalsekretärs der Allianz, Anders Fogh Rasmussen, enger werden. Die beiden Staaten haben seiner Ansicht nach viele gemeinsame Interessen.

    „In erster Linie möchte ich betonen, dass ich, als ich das Amt des Nato-Generalsekretärs im August 2009 antrat, die Entwicklung der strategischen Partnerschaft zwischen der Nato und Russland, zur Priorität machte“, sagte Rasmussen im Interview mit der Agentur RIA Novosti. „Ich erwähne dies als erstes, weil es oft zu einem Missverständnis kommt, dass ich angeblich antirussisch eingestellt wäre. Nein, ich bin nicht gegen Russland.“

    Vielmehr sei er der Überzeugung, dass die Nato und Russland „gemeinsame Interessen haben, um enger zusammenzuarbeiten, sogar enger als dies jetzt geschieht“.

    Doch dann räumte Rasmussen auch ein, dass er daran nur bis März 2014 wirklich fest geglaubt habe. Nach den Ereignissen im Osten der Ukraine und dem Beitritt der Halbinsel Krim zu Russland habe er seine Meinung etwas geändert. „Ich sagte damals: Gut, dann müssen wir uns an die neue Situation im Bereich der Sicherheit in Europa anpassen. Dann haben wir die Sanktionen verhängt“, so der ehemalige Nato-Generalsekretär.

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    Tags:
    Sanktionen, Interessen, Sicherheit, Zusammenarbeit, NATO, Anders Fogh Rasmussen, Russland