02:42 25 Februar 2020
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    Bundestagswahl 2017 (67)
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    In einer Machbarkeitsstudie für den Bundeswahlleiter hat eine Unternehmensberatung die Möglichkeit erforscht, ob die Übertragungsrechte für die Bundestagswahl vermarktet werden können, teilte am Samstag das Portal tagesschau.de mit.

    „Nur wenige Medienereignisse außerhalb des Sports haben ein derartiges Zuschauerinteresse", zitiert tagesschau.de die Firma. „Gleichzeitig steigen die Kosten für die Durchführung der Wahlen stetig und werden in absehbarer Zeit einen dreistelligen Millionenbetrag erreichen. Es ist daher haushaltstechnisch unverantwortlich, die entsprechenden Übertragungsrechte kostenlos abzugeben“, hieß es.

    Falls das vorgeschlagene Modell vom Bundeswahlleiter bereits bei der Bundestagswahl im September umgesetzt werde, könne es mittlerweile zu großen Veränderungen in den Medien führen. Sie würden gezwungen sein, die Übertragungsrechte zu bezahlen, um zum Beispiel einen exklusiven Zugriff auf Liveschalten oder sogar aktuelle Zwischenergebnisse zu haben, so das Portal. So ein gekauftes Recht würde einem Medium erlauben, das vorläufige amtliche Ergebnis eine halbe Stunde vor den anderen Konkurrenten zu erhalten, so das Portal weiter.

    Ob es sich bei dieser Machbarkeitsstudie um eine Auftragsarbeit handele oder eher eine Eigeninitiative der Beratungsfirma, sei nicht bekannt.

    Es besteht allerdings der starke Verdacht, dass es sich bei dieser Meldung um einen Aprilscherz handelt. In dem Fall — umso besser für die deutsche Demokratie und für alle, die über diesen gelungenen Scherz geschmunzelt haben.

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    Tags:
    Übertragungsrechte, Machbarkeitsstudie, Bundestagswahl, Berichterstattung, Bundeswahlleiter, Bundestag, Deutschland