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13:47 14 Oktober 2019
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    Großbritannien benutzt „russische Aggression“ für günstigen Deal mit EU

    Großbritannien benutzt „russische Aggression“ für günstigen Deal mit EU – Medien

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    Die britische Regierung will bei den Brexit-Verhandlungen das Thema der Sicherheit in Europa wegen der angeblich „gestiegenen russischen Aggression“ ansprechen, um für sein Land beim Austritt aus der EU günstigere Bedingungen auszuhandeln, schreibt die britische Zeitung „The Daily Telegraph“.

    Großbritannien habe „eine starke Position“ am Verhandlungstisch, wenn die Rede von der Sicherheit sei, so begann der britische Außenminister Boris Johnson die Besprechung vom 7. März mit den britischen Ministern zum Thema Brexit.

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    Laut Johnson sollte London in Fragen der Verteidigung „nicht in der Rolle eines Bittstellers auftreten“, sondern sich seines taktischen Vorteils bewusst sein, zitiert das Blatt den Minister anhand des Protokolls der Besprechung.

    „Das Gefühl der Unsicherheit war in Europa seit dem Kalten Krieg nie so stark. Die Aggression seitens Russlands ist gestiegen. Die EU braucht unsere Ressourcen“, so der britische Verteidigungsminister Michael Fallon.

    Großbritannien am Tag des Brexit-Starts
    © Sputnik / Alex MacNaughton
    Demnach habe Großbritannien „Trumpfkarten im Spiel“, wenn die Rede von der Sicherheit sei.

    Der Minister für den Austritt aus der EU David Davis stimmte seinen Kollegen zu. Ihm zufolge hat Großbritannien „eine starke Position“ und es herrsche in Europa „Panik um die Verteidigungspolitik und die Kooperation“.

    Die britische Regierung solle bei den Verhandlungen keine solchen wirtschaftlichen Bedingungen akzeptieren, die Großbritanniens Zusammenarbeit mit europäischen Ländern im Bereich Sicherheit verhindern würden, äußerte Finanzminister Philip Hammond.

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    Premierministerin Theresa May, die nach den Angaben von „The Daily Telegraph“ ebenfalls an der Besprechung teilnahm, betonte, dass Sicherheit und Verteidigung „Schlüsselfragen für die EU“ seien und dass Großbritannien dabei „eine starke Position“ einnehme.

    Die britische Regierung weigerte sich gegenüber der Zeitung, diese Informationen zu kommentieren, und behauptete, dass das Land „tiefe und besondere Partnerbeziehungen mit der EU etablieren“ wolle, darunter auch im Sicherheitsbereich.

    Am 29. März hatte die britische Premierministerin die EU über den Beginn der Austrittsprozedur informiert. Mit dem Moment trat der Artikel 50 des Vertrages über die Europäische Union in Kraft, mit dem das zweijährige Verhandlungsverfahren zum Ausstieg Großbritanniens aus der Union eingeleitet wurde. Bis zum Ende der Verhandlungen bleibt das Land EU-Mitglied.

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    Tags:
    Brexit, Brexit, Verteidigungsministerium Großbritanniens, Theresa May, Philip Hammond, David Davis, Michael Fallon, Boris Johnson, Europäische Union, Russland, Großbritannien