03:39 21 November 2017
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    Britische Geheimdienste warnen vor möglichen Terrorangriffen auf Flughäfen und AKWs

    © AFP 2017/ Justin Tallis
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    Nach dem Terroranschlag in London haben nun die britischen Geheimdienste einheimische Flughäfen und Atomkraftwerke verpflichtet, deren Schutz vor der Terrorgefahr zu verstärken. Das schreibt die Zeitung „The Telegraph“ am Sonntag.

    Demnach sollen die Terrormiliz Daesh (auch Islamischer Staat, IS) und andere radikale Gruppierungen Methoden erarbeitet haben, mit deren Hilfe Sprengstoffe in Notebooks und Handys eingebaut werden könnten, damit sie bei der Gepäckkontrolle unbemerkt blieben.

    Deswegen bestehe die Gefahr, dass die Terroristen solche Technologien auf Flughäfen der EU-Länder und der USA nutzen können.

    Es wird unter anderem vermutet, dass Hacker versucht haben sollen, den Computerschutz von Atomkraftwerken (AKW) zu knacken. Deswegen warnten die britischen Geheimdienste, dass Terroristen und Spione versuchten, die Anfälligkeit der Schutzsysteme von AKWs zu nutzen.

    Wie Großbritanniens Energieminister Jesse Norman gegenüber „The Telegraph“ sagte, sollten die AKWs auf die wachsenden Cybergefahren vorbereitet sein.

    Die britische Regierung hat ihm zufolge bereits 1,9 Milliarden Pfund Sterling (umgerechnet zirka 2,2 Milliarden Euro) in die Cybersicherheit investiert.

    Auch die US-Geheimdienste hatten vor möglichen „Neuentwicklungen“ der radikalen Gruppierungen gewarnt.

    Am 25. März hatten die USA die Mitnahme von elektronischen Geräten, die größer als Handys sind, auf Flügen aus zehn arabischen und afrikanischen Ländern vorübergehend verboten. Die US-Behörden begründeten das Verbot mit dem Risiko von Anschlägen.

    Später verhängte auch Großbritannien ein derartiges Verbot auf Flügen aus der Türkei, dem Libanon, Jordanien, Ägypten, Tunesien und Saudi-Arabien.

    Am 22. März wurden auf der Westminster-Brücke in London mehrere Passanten von einem Auto angefahren. Danach fielen vor dem Britischen Parlament Schüsse. Ein Bewaffneter war durch ein Tor auf das Parlamentsgelände zugestürmt und hatte einen Polizisten erstochen. Der Vorfall wurde noch am Abend als Terroranschlag eingestuft. Insgesamt kamen vier Menschen, darunter auch der Täter, der von der Polizei getötet wurde, ums Leben. Ein fünftes Opfer soll der Polizei zufolge später seinen Verletzungen erlegen sein. Mindestens 50 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt.

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    Tags:
    Terrorgefahr, Terrormiliz Daesh, The Telegraph, Jesse Norman, Saudi-Arabien, Tunesien, Ägypten, Jordanien, Libanon, Türkei, USA, Großbritannien
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