SNA Radio
    WikiLeaks-Gründer Julian Assange

    Assange steht zu Lenin

    © REUTERS / Peter Nicholls
    Politik
    Zum Kurzlink
    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)
    2373
    Abonnieren

    Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, ruft via Twitter den voraussichtlichen Verlierer der Stichwahl um das Präsidentenamt in Ecuador, Guillermo Lasso, auf, das Land binnen 30 Tagen zu verlassen. Assange begrüßte gleichzeitig den Sieg des Regierungspartei-Kandidaten Lenin Moreno.

    „Ich bitte Lasso herzlich, Ecuador binnen 30 Tagen zu verlassen (mit seinen Millionen aus den Offshore-Zonen oder ohne sie)“, schrieb Assange in seinem Twitter-Account.  

    ​Zuvor hatte Lasso mehrmals gesagt, im Fall seines Wahlsiegs solle Assange eine Frist von 30 Tagen eingeräumt werden, um die ecuadorianische Botschaft in London zu verlassen.

    Nach der Auszählung von 98,02 Prozent der Stimmzettel hatte in Ecuador Lenin Moreno mit 51,14 Prozent der Wählerstimmen bei der Stichwahl um das Präsidentenamt den Sieg errungen. Sein Rivale, der konservative Politiker Guillermo Lasso, konnte lediglich 48,86 Prozent auf sich vereinigen.

    Lasso selbst meldete zahlreiche Verstöße bei den Wahlen und versprach, den Kampf fortzusetzen.   

    Assange  hatte 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London Zuflucht gesucht, nachdem er in Großbritannien alle Rechtsmittel gegen einen Antrag Schwedens auf seine Auslieferung ausgeschöpft hatte. In Schweden wird Assange Vergewaltigung und sexuelle Belästigung vorgeworfen. Er weist jedoch alle Beschuldigungen zurück und bezeichnet sie als politisch motiviert. Assange befürchtet, dass Stockholm ihn nach einer Auslieferung an die schwedischen Behörden weiter an die USA überstellen würde, wo ihm wegen der Veröffentlichung von geheimen Informationen bis zu 35 Jahren Haft oder gar die Todesstrafe drohen könne.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (84)

    Zum Thema:

    Neue Enthüllung von WikiLeaks - Audio-Pressekonferenz von Assange
    Assange macht Apple und Google Geheim-Angebot
    „Bin gerne einer der Verstoßenen“: Kein "blaues Häkchen" für Assange
    Trotz WikiLeaks-Enthüllung bleibt Assange eine Option für Silicon Valley
    Tags:
    Präsidentenwahl, Twitter, WikiLeaks, Guillermo Lasso, Julian Assange, Lenin Moreno, Schweden, USA, Ecuador