08:46 25 November 2017
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    Kreml reagiert auf Litauens Bericht über „russische Angriffsbedrohung“

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    Politik
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    In den Äußerungen der litauischen Geheimdienste, laut denen Russland die Baltischen Länder angreifen könnte, manifestiert sich eine Russophobie, die sowohl innerhalb dieser Länder als auch von außen aufgezwungen wird, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag gegenüber Journalisten.

    Das Department für Staatssicherheit und das 2. Departement für Operativdienste im litauischen Verteidigungsministerium verfassen einen Bericht über Bedrohungen für die nationale Sicherheit Litauens. In dem Dokument werden die Hauptgefahren für die Republik geschildert. Die meisten davon würden von Russland ausgehen. Das gelte besonders für die im September geplanten russisch-weißrussischen Übungen „Westen – 2017“. Die Verfasser behaupten, Russland habe die Möglichkeit, „innerhalb von 24 bis 48 Stunden“ Kriegshandlungen gegen die Baltischen Länder zu starten.

    Peskow betonte, „diese totale, ja hysterische Russophobie“ entspreche kaum den Interessen der Völker der Baltischen Länder und erst recht nicht den Interessen ihrer russischsprachigen Bevölkerung.

    Moskau habe sich immer für die Aufrechterhaltung guter Beziehungen mit den Baltischen Ländern eingesetzt, so Peskow.
    „Wir empfinden Bedauern, wenn wir derartige Erscheinungsformen von Russophobie beobachten. Es sind wohl Zeit und politischer Wille nötig, damit diese antirussische Propaganda-Glut gemindert, abgekühlt wird und den Völkern dieser Länder die Möglichkeit geboten wird, unparteiische Informationen zu erhalten“, ergänzte der Kreml-Sprecher.

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    Tags:
    Russophobie, Bedrohung, Bericht, Verteidigungsministerium, Dmitri Peskow, Baltikum, Litauen, Russland
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