09:41 18 Dezember 2017
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    Berlin, das Brandenburger Tor

    Brandenburger Tor erstrahlt nun doch in Russland-Farben – zumindest im Netz

    © Foto: Hans-Georg Schnaak
    Politik
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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Die Entscheidung des Berliner Senats, das Brandenburger Tor nicht in den russischen Nationalfarben anzustrahlen, hat in den sozialen Netzwerken für scharfe Kritik gesorgt. Viele Nutzer posten nun eigene bearbeitete Bilder des Berliner Wahrzeichens in Weiß-Blau-Rot als Zeichen der gemeinsamen Trauer nach der U-Bahn-Attacke in St. Petersburg.

    Auch die deutsche Polizeigewerkschaft zeigte ihre Solidarität. Auf ihrer offiziellen Twitter-Seite äußert die Organisation ihr Beileid und wünscht den russischen Rettungskräften „viel Kraft“. 

    ​Nach der Attacke in der U-Bahn von St. Petersburg sollte das Brandenburger Tor am Montagabend nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt werden. Das sagte ein Senatssprecher. St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es zur Begründung. Davon solle nur in Ausnahmefällen abgewichen werden. 

    ​Nach Anschlägen in Paris, Brüssel, London, Istanbul (Partnerstädte von Berlin), Nizza und Jerusalem war das Berliner Wahrzeichen in Solidarität mit den Betroffenen in den Nationalfarben der jeweiligen Länder angestrahlt worden. 

    ​​Sogar nach dem Massaker eines islamistischen Attentäters in einem Schwulen-Club in Orlando in Florida mit rund 50 Toten im vergangenen Sommer wurde das Brandenburger Tor in die Regenbogenfarben der Schwulenbewegung angestrahlt. 

    ​Am Montagnachmittag hat sich in St. Petersburg eine Explosion in einem Metrowaggon im Tunnel zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheskij Institut ereignet. Dabei kamen zehn Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt. Russlands Staatsanwaltschaft geht von einem Terroranschlag aus. Ermittlungen wurden eingeleitet.

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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Farbe, Brandenburger Tor, Flagge, Kritik, Attacke, U-Bahn, Solidarität, Netz, Trauer, Opfer, Berlin, St. Petersburg, Deutschland, Russland
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