23:35 11 Dezember 2017
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    Syrischer Botschafter in Russland

    Ankara plant neue Militäroperation in Syrien – Damaskus empört

    © Sputnik/ Alexander Natruskin
    Politik
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    Damaskus betrachtet die Pläne von Ankara, eine neue Militäroperation in Syrien zu starten, sowie den Aufenthalt türkischer Truppen auf syrischem Territorium als eine Aggression gegen die Souveränität des Landes, wie Riad Haddad, der Botschafter Syriens in Russland, gegenüber der Nachrichtenagentur Ria-Novosti sagte.

    Dem Botschafter nach ist der Aufenthalt türkischer Truppen auf syrischem Boden rechtswidrig. „Wir waren von Anfang an der Meinung, dass die Präsenz der türkischen Armee auf unserem Territorium eine Okkupation ist. Das ist eine schreiende Aggression gegen die Souveränität unseres Landes.“

    Ferner betonte der Botschafter, dass sich Syriens Position bezüglich „des Aufenthalts der türkischen Armee“ auf syrischem Boden auch im Falle „einer zweiten Operation“ nicht ändern werde.

    Die türkische Armee hatte am 24. August 2016 ihre Operation „Schutzschild Euphrat“ gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS, auch Daesh) gestartet und unter Teilnahme der syrischen Opposition die Grenzstadt Dscharabulus im Norden Syriens sowie Al Bab eingenommen. Erdogan hatte damals erklärt, die Operation ziele darauf ab, eine Fläche von 5.000 Quadratkilometern von den Terroristen zu säubern und dort eine Sicherheitszone für die Unterbringung von Flüchtlingen einzurichten.

    Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim hatte am vergangenen Mittwoch den Abschluss der Operation bekannt gegeben. „Eine neue Operation wird sowohl gegen die IS-Gruppierung als auch zur Abwendung von Bedrohungen für die nationale Sicherheit der Türkei vorbereitet“, sagte er.

    Tags:
    Verletzung, Souveränität, Militäroperation, Syrien-Einsatz, Syrien-Krise, Botschafter, Binali Yildirim, Riad Haddad, Russland, Ankara, Damaskus, Türkei, Syrien