22:40 17 Dezember 2017
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    Gysi: Mitgefühl für die Opfer von St. Petersburg – Aufruf zu Kooperation mit Russland

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    Der Linkspartei-Politiker und Chef der Europäischen Linken Gregor Gysi hat via Facebook den Opfern von St. Petersburg sein Mitgefühl ausgesprochen. Die Ursachen des Terrors können nur gemeinsam bekämpft werden, stellt er klar.

    Nach dem Terroranschlag von St. Petersburg betonte Gysi die Bedeutung guter Beziehungen zwischen der EU und Russland. In seinem kurzen Text auf Facebook sprach er den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Der Linkspartei-Politiker betonte, dass die Ursachen und Methoden des Terrors nur gemeinsam bekämpft werden können.

    In einem Kommentar machte er darauf aufmerksam, dass der Petrogradskij Rajon, ein Stadtteil von St. Petersburg, eine Partnerschaft mit Berlin hat. Der Berliner Senat hatte es am Tag des Anschlages abgelehnt, aus Zeichen des Gedenkens an die Opfer zum Beispiel das Brandenburger Tor in den russischen Farben anzustrahlen. Nach dem Anschlag am 23. März in London war das Wahrzeichen in den britischen Farben angeleuchtet worden. Berlin habe keine Städtepartnerschaft mit St. Petersburg, so die Begründung aus dem Roten Rathaus, warum eine symbolische Aktion diesmal ausblieb. Die hatte es immerhin auch am 15. Juli 2016 nach dem Anschlag in Nizza gegeben — da wurde die französische Botschaft in den Farben der Trikolore angestrahlt, obwohl Nizza keine Partnerstadt ist. Begründet wurde das mit den Berliner Opfern bei diesem Anschlag vor einem Dreivierteljahr.

    Die Isolation Russlands durch die Sanktionen bezeichnete Gysi auf Facebook als schweren Fehler. Aus seiner Sicht hätten gegen die USA wegen des völkerrechtswidrigen Kriegs gegen den Irak ebenfalls Sanktionen verhängt werden müssen. Er fordert eine schnelle Abkehr von der bisherigen Russland-Politik der EU und sieht Frieden und Sicherheit in Europa nur im Bündnis mit Moskau. Bereits seit Langem kritisiert der Polit-Star der Linken vor allem die Politik Merkels gegenüber Russland als verfehlt und kurzsichtig.

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    Bombenanschlag, U-Bahn, Facebook, Die LINKE-Partei, Gregor Gysi, Nizza, Berlin, St. Petersburg, Deutschland, USA, Frankreich, Moskau, Russland
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