04:19 18 Dezember 2017
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    Brandenburger Tor in Berlin (Archivbild)

    Skandal um Tor-Beleuchtung: Bürgermeister will auf Illuminierung komplett verzichten

    © AFP 2017/ Joerg Carstensen/ DPA
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    Vor dem Hintergrund des Skandals um die Beleuchtung des Brandenburger Tors in den russischen Nationalfarben hat der Berliner Vize-Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) vorgeschlagen, dass die Bundeshauptstadt künftig generell auf die Illuminierung als Zeichen der Solidarität mit den Opfern von Terroranschlägen verzichten soll.

    ​Wie Lederer am Dienstag via Twitter schrieb, gibt es wegen des Terrors viele Tote weltweit. Berlin solle aber jede Opferhierarchie vermeiden und auf Beleuchtungen in den jeweiligen Nationalfarben verzichten. Dabei betonte er, dass die Entscheidung, das Brandenburger Tor nicht in den russischen Nationalfarben anzustrahlen, nicht er persönlich, sondern die Senatskanzlei getroffen habe. 

    ​Die Entscheidung des Berliner Senats, das Brandenburger Tor nicht in den russischen Nationalfarben anzustrahlen, hat in den sozialen Netzwerken für scharfe Kritik gesorgt. Viele Nutzer posten nun eigene bearbeitete Bilder des Berliner Wahrzeichens in Weiß-Blau-Rot als Zeichen der gemeinsamen Trauer nach der U-Bahn-Attacke in St. Petersburg.

    Auch die deutsche Polizeigewerkschaft zeigte ihre Solidarität. Auf ihrer offiziellen Twitter-Seite äußert die Organisation ihr Beileid und wünscht den russischen Rettungskräften „viel Kraft“. 

    Nach der Attacke in der U-Bahn von St. Petersburg sollte das Brandenburger Tor am Montagabend nicht in den russischen Nationalfarben angestrahlt werden. Das sagte ein Senatssprecher. St. Petersburg sei keine Partnerstadt von Berlin, hieß es zur Begründung. Davon solle nur in Ausnahmefällen abgewichen werden.

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    Tags:
    Brandenburger Tor, Verzicht, Beleuchtung, Skandal, Klaus Lederer, Berlin, St. Petersburg, Deutschland, Russland
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