14:00 11 Dezember 2017
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    Nato im Baltikum (Archivbild)

    Moskau: NATO-Handlungen in Osteuropa richten sich nicht auf Verteidigung

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    Russlands Außenministerium hat Erklärungen der NATO als falsch zurückgewiesen, wonach Handlungen der Allianz in Osteuropa und im Baltikum auf die Verteidigung gerichtet sind. „Das entspricht nicht der Wirklichkeit“, betonte das Außenamt am Dienstag in Moskau.

    „Wir wurden auf ein in der Zeitung ‚Kommersant‘ am 3. April abgedruckten Interview von NATO-Vizechefin Rose Gottemoeller aufmerksam. ‚Die NATO hatte keine Pläne zur Verstärkung östlicher Flanken vor den Ereignissen in der Ukraine‘, lautete die Überschrift. Mit derartigen Behauptungen setzt sich die ranghohe Vertreterin der Allianz im Grunde genommen über die Tatsache einer stürmischen Osterweiterung der NATO unmittelbar nach dem Zerfall der Sowjetunion, also noch lange vor dem Staatsstreich in Kiew, hinweg“, hieß es in einer Erklärung des russischen Außenamtes.

    Auf diese Weise entstelle Gottemoeller das wahre Geschehen in unmittelbarer Nähe zu den Grenzen Russlands. Sie behaupte unter anderem, dass alle Anstrengungen der NATO in Osteuropa und im Baltikum niemanden bedrohten, angemessen sowie ausschließlich auf die Verteidigung gerichtet seien. „Das stimmt aber nicht“, betonte das russische Außenministerium.

     

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    Erklärung, Dementi, NATO, Rose Gottemoeller, Europa, Russland
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