20:23 19 Oktober 2017
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    Syrien will Rakka-Sturm mit Russland koordinieren – Botschafter in Moskau

    © AFP 2017/ Medienzentrum von Rakka
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    Die syrische Armee wird ihr Vorgehen bei einem potentiellen Sturm auf die IS-Hochburg Rakka mit der russischen Luftwaffe koordinieren. Das teilte der syrische Botschafter in Russland, Riad Haddad, am Mittwoch gegenüber RIA Novosti mit.

    „Wir koordinieren unsere Handlungen. Sie (Russlands Luftwaffe und Syriens Armee – Anm. d. Red.) kämpfen Schulter an Schulter bei der Befreiung der Provinz Hama. Wir schließen jegliche Entwicklungen der Situation in absehbarer Zeit nicht aus“, so Haddad.

    Ihm zufolge stimmt die syrische Armee alle Kriegshandlungen mit Russland sowie mit deren Verbündeten im Iran und der Hisbollah-Bewegung ab.

    „Alle Erfolge wurden dank der Hilfe unserer russischen Freunde erzielt. Deswegen schließe ich eine weitere Koordinierung unserer Handlungen mit Russland nicht aus, bis der letzte Zentimeter unserer Erde befreit worden ist“, betonte der Diplomat.

    Zudem rief er alle Kräfte auf, die ihren Kampf gegen den Terrorismus in Syrien angekündigt hatten, ihre Schritte mit der Regierung und Armee des Landes zu koordinieren.

    „Im Gegenfall werden wir diese als Besatzer und Kräfte einstufen, die den Terrorismus unterstützen“, so Haddad.

    Denn dann hieße das, dass diese nicht gegen den Terror kämpfen, sondern nur ihre Interessen im syrischen Staatsgebiet haben.

    Die syrische IS-Hochburg Rakka befindet sich im Norden Syriens, 160 Kilometer östlich von Aleppo entfernt am Ufer des Euphrats, dort leben etwa 300.000 Menschen. Der IS hatte diese Stadt bereits im Jahr 2013 besetzt. Danach versuchten die Regierungstruppen mehrmals, den Terroristen diese Stadt wieder abzuringen, auch unter Einsatz der Luftwaffe, aber ergebnislos. Im Jahr 2014 verlor die syrische Armee die Kontrolle über die ganze Provinz Rakka. Experten vermuten, dass sich in der Stadt Rakka gegenwärtig 3.000 bis 4.000 IS-Kämpfer befinden könnten.

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    Tags:
    Koordinierung, Vorgehen, Sturm, Terrormiliz Daesh, Hisbollah, Riad Haddad, Russland, Syrien
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