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    Russland und der Anti-Terror-Kampf (2017) (69)
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    Russland spürt laut Kreml-Sprecher Dmitri Peskow einen Mangel an Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus.

    „Wir haben mehrmals gesagt, dass wir einen Mangel an internationaler Zusammenarbeit spüren, zumal nicht wegen uns. Dennoch will Russland auch weiterhin seinen Anti-Terror-Kampf fortsetzen“, so Peskow am Mittwoch bei einer Pressekonferenz.

    Peskow würde dies eigenen Worten zufolge aber nicht so kategorisch sagen, da eine Konsolidierung der Gesellschaft sowie eine gegenseitige Solidarität offensichtlich seien – nicht nur in St. Petersburg, sondern in ganz Russland. Das zeige sich in der gegenseitigen Unterstützung und der Terror-Ablehnung, sagte der Sprecher in Bezug auf den Anschlag in der St. Petersburger U-Bahn.

    Darüber hinaus hat der russische Präsident Wladimir Putin laut Peskow bei einem Treffen der Chefs der GUS-Sicherheitsorgane am Mittwoch betont, dass alle Bürger potentielle Ziele für Terroristen seien.

    Obwohl die Geheimdienste unentwegt arbeiteten, sei es offensichtlich, dass der Terrorismus eine durchaus gefährliche, ausgeklügelte Gefahr darstelle, die ein Zusammenwirken auf internationaler Ebene benötige, sagte der Sprecher, und genau hier gebe es jedoch Schwierigkeiten.

    Moskau wolle indes den lange Zeit von Putin durchgeführten konsequenten Kurs auf einen entscheidenden Kampf gegen den Terrorismus fortsetzen. Der Staatschef hatte laut Peskow schon mehrmals die Weiterführung dieses Kurses bekräftigt.

    Am Montagnachmittag hat sich in St. Petersburg eine Explosion in einem Metrowaggon im Tunnel zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologitscheskij Institut ereignet. Nach jüngsten Angaben kamen dabei 14 Menschen ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.

    Russlands Ermittlungskomitee geht von einem Terroranschlag aus, überprüft aber auch andere Versionen. Der Behörde zufolge verübte der 22-jährige Akbarschon Dschalilow aus Kirgistan den Anschlag: Er hinterließ zuerst eine Tasche mit einem Sprengsatz in der Station „Ploschtschad Wosstanija“, dann sprengte er sich selbst im Metrowaggon.

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    Kooperation, Anschlag, Anti-Terror-Kampf, GUS, Wladimir Putin, Dmitri Peskow, Russland