12:57 19 Juni 2019
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    Situation in Syrien

    Damaskus hat seit 2014 keine C-Waffen mehr - Experte

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    Die Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte hat Damaskus des jüngsten Giftgas-Angriffs auf die Provinz Idlib beschuldigt. Wie Igor Nikulin, Ex-Mitglied der UN-C-Waffenkommission, zu Sputnik sagte, waren die Chemiewaffen der Assad-Regierung bereits 2014 beschlagnahmt und in Anwesenheit von UN-Inspekteuren vernichtet worden.

    Dabei seien der syrischen „moderaten“ Opposition keine C-Waffen weggenommen worden, so Nikulin.

    Die Koalition hatte am Dienstag 80 Todesopfer der C-Waffenattacke in der Stadt Chan Scheichun sowie 200 Verletzte gemeldet. Die Oppositionellen machen die syrischen Regierungstruppen für den Angriff verantwortlich.

    Das syrische Militär hat diese Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und Terroristen und deren Gönner für den Angriff verantwortlich gemacht. Chan Scheichun wird zurzeit von der syrischen Opposition kontrolliert.

    Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums hat die syrische Luftwaffe ein Munitionsdepot der Terroristen am Stadtrand von Chan Scheichun in der Provinz Idlib angegriffen. Darin seien chemische Waffen gelagert gewesen, die in den Irak geliefert worden seien, hieß es.

    „…Jedes Mal, wenn es mit der ‚moderaten‘ Opposition krumm geht, wird über ‚Kriegsverbrechen‘ geschrien. Und wenn die Oppositionellen eine Niederlage hinnehmen, kommt es zu einem Zwischenfall. Dabei wurden die chemischen Waffen von Baschar Assad schon im Jahr 2014 beschlagnahmt“, so der Experte.

    Nikulin fügte hinzu, dass der syroscjem Opposition keine C-Waffen weggenommen worden waren. In Aleppo seien Labors zur Herstellung von Sarin entdeckt worden. Nach seiner Meinung hatte es ähnliches Labor auch in Hama gegeben, so der Experte.

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    Tags:
    Munitionsdepot, Luftwaffe, Chemiewaffen, Baschar al-Assad, Idlib, Syrien