22:33 18 Juli 2018
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    Ein anonymer Anrufer (Symbolbild)

    St.-Petersburg-Anschlag: Ukrainische Telefon-Chaoten stören Sicherheitskräfte

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    Bombenanschlag in der Sankt Petersburger U-Bahn (63)
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    Nach dem Anschlag in der Petersburger U-Bahn am Montag werden russische Sicherheitsbehörden täglich fehlalarmiert: Anonyme Anrufer melden immer wieder versteckte Sprengsätze. Die meisten Anrufe kommen dabei aus der Ukraine, wie die russische Zeitung „Kommersant“ berichtet.

    Ungewöhnlich sind solche Anrufe demnach jedoch nicht: Die russischen Behörden bekommen Dutzende davon nach jedem Anschlag, wie das Blatt schreibt. Dabei ist dieses Vorgehen laut der Zeitung als „wissentlich falsche Androhung eines Terroranschlags“ strafbar.

    Normalerweise können die Täter schnell gefasst und zur Rechenschaft gezogen werden. Dann gibt es für die kriminellen Anrufer entweder Freiheitsstrafen oder zwangsweise psychiatrische Behandlungen.

    Brandenburger Tor erstrahlt nun doch in Russland-Farben – zumindest im Netz

    Nun kommen die Anrufe aber immer öfter aus der Ukraine. Auf deren Bürger haben russische Fahnder keinen Zugriff, wie die Zeitung schreibt. „Wir können die Anrufe zurückverfolgen, stellen Nummern und Namen der Verantwortlichen fest. Doch wir können sie nicht an ihren Taten hindern, weil ukrainische Behörden sich inzwischen einfach weigern, auf Ersuchen aus Russland überhaupt zu reagieren“, so ein Sprecher der russischen Polizei laut dem Blatt.

    Am vergangenen Montag explodierte in der Petersburger U-Bahn ein Sprengsatz. 14 Menschen starben, 49 weitere wurden verletzt. Ein weiterer Anschlag in der Metro konnte rechtzeitig vereitelt werden. Gegen den Hauptverdächtigen Akbarschon Dschalilow, gebürtigen Kirgisen mit russischem Pass, ist ein Strafverfahren eingeleitet worden.

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    Tags:
    Anschlag, St. Petersburg, Russland, Ukraine
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