14:42 15 Dezember 2019
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    The guided-missile destroyer USS Porter (DDG 78) launches a tomahawk land attack missile in the Mediterranean Sea

    USA vermuten "Giftgas-Lager" auf angegriffenem Flugplatz in Syrien

    © AP Photo / U.S. Navy
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Auf dem Flugplatz in Homs, den die US Navy in der Nacht zum Freitag massiv mit Raketen angegriffen hat, wollen die USA ein Lager mit Giftgas Sarin aufgespürt haben. Nach Angaben der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) waren alle syrischen C-Waffenvorräte bereits 2016 entsorgt worden.

    Ob die Anlage bei dem Angriff getroffen wurde, ist unklar. „Wir haben Maßnahmen getroffen, um das Objekt zu verschonen, in dem sich nach unseren Angaben ein Sarin-Lager befindet“, sagte Herbert Raymond, Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump.

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach offiziellen Angaben 50 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagiert die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag in Idlib Syrien, den sie der Regierung Assads in die Schuhe schiebt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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    Syrien, USA