23:33 20 November 2019
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    Mittelmeer: US-Zerstörer USS Porter feuert Raketen auf einen syrischen Flugplatz ab

    Nach US-Angriff in Syrien: Russischer Außenpolitiker nennt erste Antwort-Option

    © REUTERS / Ford Williams/Courtesy U.S. Navy
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Der amerikanische Angriff auf einen syrischen Militärflugplatz darf nicht mit kriegerischen Mitteln beantwortet werden, wie am Freitag Oleg Morosow vom Auswärtigen Ausschusses des russischen Föderationsrates gegenüber RIA Novosti erklärte.

    „Man muss sich scharfer Reaktionen enthalten, das Vorgehen der USA analysieren, verstehen, sie sollen es kommentieren. Nicht mit Mitteln des Krieges antworten“, ist Morosow überzeugt.

    Vielmehr müsse Russland die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates fordern, es sind bilaterale und multilaterale Kontakte erforderlich. „Die Diplomatie ist nun am Zuge“, sagte Morosow.

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagierte die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung Assads zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

     

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    Raketen, Angriff, Tomahawk-Rakete, Syrien, USA, Russland