17:18 30 März 2020
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    Lage in Syrien (2017) (492)
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    Die US-Raketenschläge auf den syrischen Militärstützpunkt Schairat zerstören die russisch-amerikanischen Beziehungen weiter, wie es am Freitag aus Russlands Außenministerium heißt.

    „Die USA demonstrieren nicht zum ersten Mal einen derartig unüberlegten Ansatz, der die schon jetzt in der Welt bestehenden Probleme nur noch weiter verschärft und die internationale Sicherheit gefährdet“, heißt es aus dem Ministerium.

    Allein die Anwesenheit von US-Soldaten und der anderer Länder in Syrien ohne eine Genehmigung der Regierung des Landes oder eine entsprechende Entscheidung des UN-Sicherheitsrates stelle eine grobe und unbegründete Verletzung des internationalen Rechts dar.

    „Während dies früher mit dem Kampf gegen den Terrorismus begründet worden war, liegt nun doch ein eindeutiger Aggressionsakt gegen das souveräne Syrien vor“, betonte man in Russlands Außenamt. Die jüngsten Schritte der US-Armee zerstörten die russische-amerikanischen Beziehungen nun noch mehr.

    In ihrer Begründung für den Anschlag haben die USA dem Ministerium zufolge die Ereignisse in Idlib komplett verdreht. „Die US-Seite kann doch nicht nicht verstehen, dass die syrischen Regierungstruppen keine C-Waffen eingesetzt haben. Damaskus verfügt über keine derartigen Waffen mehr, was mehrmals qualifizierte Spezialisten bestätigten“, hieß es abschließend.

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagiert die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung Assads zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei. 

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    Tags:
    Angriff, Zerstörung, Beziehungen, Souveränität, Außenministerium Russlands, Syrien, USA, Russland