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06:12 19 Juli 2019
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    Su-25-Kampfflugzeuge auf der Hmeymim-Luftwaffenbasis in Syrien

    Moskau erklärt, was Aussetzung des Flugsicherheits-Memorandums mit USA bedeutet

    © Sputnik / Dmitriy Vinogradov
    Politik
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    Das Aussetzen des russisch-amerikanischen Memorandums über die Vermeidung von Zwischenfällen über Syrien soll es Russland ermöglichen, rechtzeitig auf Bedrohungen seitens der USA zu reagieren. Dies erklärte der Vize-Chef des Verteidigungsausschusses der Staatsduma (Parlamentsunterhaus), Juri Schwytkin.

    Als Beispiel solcher Bedrohungen führte der Abgeordnete den jüngsten US-Raketenangriff auf die syrische Luftwaffenbasis Schairat in der Provinz Homs an.

    „Diese Entscheidung ist absolut logisch, zurzeit fragen sich Viele, warum keine Raketen eingesetzt wurden, die den Himmel schützen sollen“, so Schwytkin. „Die Antwort auf diese Frage lautet: weil Russland im Rahmen des Memorandums handelt. Nun wird es uns der Austritt aus dem Memorandum erlauben, rechtzeitig auf verschiedene Bedrohungen zu reagieren, darunter auch was unsere Luftstützpunkte und Einheiten dort betrifft“, so der Abgeordnete weiter.

    Hinter den Raketenangriff sieht der Politiker den Wunsch der USA, ihre Macht zu demonstrieren: „Ich glaube, die USA, die von der Stärke der Armeen von (Barschar – Anm. d. Red.) Assad und Russland überzeigt sind, wollten mit diesem Schritt einen Umbruch versuchen und zeigen, dass auch sie ernst zu nehmen seien.“

    Am Freitag setzte Russland als Reaktion auf einen US-Raketenschlag in Syrien eine mit Washington geschlossene Vereinbarung über die Vermeidung von Zusammenstößen über Syrien zeitweilig außer Kraft

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagierte die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung Assads zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

     

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    Tags:
    Bedrohung, Flugsicherheit, Memorandum, Raketenangriff, Syrien, USA, Russland