14:10 14 August 2020
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Die türkische Regierung begrüßt den jüngsten US-Raketenangriff in Syrien und will ähnliche Strafmaßnahmen unterstützen, wie die Agentur Anadolu am Freitag unter Berufung auf eine Erklärung des türkischen Außenministeriums meldet.

    „Die Türkei wird solche Schritte völlig unterstützen, die auf die Bestrafung von Schuldigen gerichtet sind, die auch ein Beweis dafür sind, dass Verbrechen vergolten werden“, wird das Außenministerium der Türkei von Anadolu zitiert.

    Und Erdogans Sprecher Ibrahim Kalin ergänzte:

    „Wir betrachten die Luftangriffe der Vereinigten Staaten gegen die Schairat-Luftwaffenbasis am Morgen als eine positive Antwort auf die Kriegsverbrechen des Assad-Regimes.“

    Sigmar Gabriel
    © AP Photo / Markus Schreiber
    Das türkische Außenministerium fordert Medienberichten zufolge zudem erneut die Einrichtung einer Flugverbots- und Schutzzonen, um weitere Massaker in Syrien zu verhindern. Die internationale Gemeinschaft solle daran zusammenarbeiten. 

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagierte die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung von Präsident Baschar al-Assad zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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    Tags:
    Kriegsverbrechen, Luftangriffe, türkisches Außenministerium, Baschar al-Assad, Ibrahim Kalin, USA, Syrien, Türkei