12:20 19 Februar 2020
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    US-Präsident Donald Trump hat seine Bereitschaft gezeigt, am Rande der Gefechte mit Moskau gegen Damaskus zu kämpfen. Diese Auffassung äußerte am Freitag der russische Premier Dmitri Medwedew.

    „Statt der verbreiteten These über den gemeinsamen Kampf gegen den Hauptfeind Daesh (Islamischer Staat, auch IS – Anm. d. Red.) hat die Administration Trumps bewiesen, dass sie verbissen gegen die legale Regierung Syriens kämpfen wird“, schreibt Medwedew auf Facebook.

    Dieser Kampf werde jedoch unter Verletzung des internationalen Rechts sowie ohne UN-Zustimmung geführt – stattdessen aber „unter Verstoß gegen ein eigenes Verfahren, das fordert, den Kongress über eine militärische Operation zu informieren, die nicht mit einem Angriff auf die USA verbunden ist, am Rande der Gefechte mit Russland“, fügte er hinzu.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach offiziellen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Mit dem Angriff reagierte die US-Regierung auf einen mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib, den sie der Regierung von Präsident Baschar al-Assad zuschreibt.

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.
    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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