00:31 15 Dezember 2019
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    Bilder aus dem syrischen Idlib nach einer vermutlichen Giftgas-Attacke

    Mutmaßlicher Giftgas-Einsatz in Syrien – Moskau weist Vorwürfe von sich

    © REUTERS / Ammar Abdullah
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    Nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz in Chan Scheichun, den westliche Staaten der syrischen Regierung zuschieben, wehrt sich Russland gegen die Vorwürfe, Damaskus zu decken.

    Diese Vorwürfe seien eine „unverschämte Lüge“, sagte Michail Uljanow, Ressortleiter Nichtweiterverbreitung und Rüstungskontrolle im russischen Außenministerium, am Freitag. „In Wirklichkeit wollen wir eine gründliche Aufklärung“, zitierten ihn russische Medien.

    Uljanow bezeichnete es als unverantwortlich, „auf der Grundlage ungeprüfter und widersprüchlicher Informationen zu urteilen“, zumal diese „aus nicht vertrauenswürdigen Quellen wie die Weißhelme stammen, die bereits mehrmals beim Fälschen und Vortäuschen erwischt wurden.“

    Syrische Oppositionskämpfer hatten am Dienstag rund 80 Tote und 200 Verletze bei einer Giftgas-Attacke in der Stadt Chan Scheichun in der nordwestlichen Provinz Idlib gemeldet und die syrischen Regierungstruppen dafür verantwortlich gemacht. Die syrische Armee wies diese Vorwürfe zurück.

    Nach syrischen und russischen Angaben traf die syrische Luftwaffe bei einem Angriff auf die Terrormiliz al-Nusra-Front in Chan Scheichun ein von Terroristen genutztes Lager mit Giftstoffen. Der syrische Außenminister Walid al-Muallem verwies am Donnerstag darauf, dass die ersten Meldungen über die Chemieattacke schon mehrere Stunden vor dem ersten Angriff der syrischen Luftwaffe eingegangen seien.

    Nach Angaben der syrischen Regierung bekommen die Terrorgruppen al-Nusra und Daesh (auch Islamischer Staat, IS) chemische Giftstoffe aus der Türkei.

    Sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung waren zwischen 2014 und 2016 unter Kontrolle der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) sichergestellt und vernichtet worden. Für die chemische Entwaffnung Syriens bekam die OPCW sogar den Nobelpreis.

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    Tags:
    Idlib, Syrien