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    Mittelmeer: US-Zerstörer USS Porter feuert Raketen auf einen syrischen Flugplatz ab

    Erst bomben, dann überlegen? - US-Aktivisten warnen vor Atomkrieg wegen Syrien

    © REUTERS / Ford Williams/Courtesy U.S. Navy
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    Der von US-Präsident Donald Trump angeordnete Raketenangriff auf eine Luftwaffenbasis in Syrien könnte laut der US-amerikanischen Anti-Kriegs-Bewegung United National Antiwar Coalition (UNAC) eine „katastrophale Eskalation“ in der Region oder gar einen Atomkrieg zur Folge haben.

    „Trump und seine inzwischen parteiübergreifenden Unterstützer mit dem Motto,Erst bomben, dann Fragen stellen!‘ entfesseln etwas, das zu einer katastrophalen Eskalation in der Region führen könnte, die die Gefahr eines Atomkriegs birgt“, zitiert die Nachrichten-Webseite Scoop eine entsprechende Erklärung der Organisation.

    Weder Trump selbst noch eine US-Behörde hätten jegliche Beweise vorgelegt, dass die Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad das Nervengas Sarin bei Bombenangriffen auf die Terrornetzwerke „Islamischer Staat“ (IS, auch Daesh) und Al-Qaida oder andere „Rebellengruppierungen“ in der syrischen Provinz Idlib eingesetzt habe.

    Der US-Raketenangriff auf Syrien am Freitag könnte laut UNAC an einem künftigen Verhandlungstisch effektiv ausgenutzt werden, um den US-Einfluss in einem Nach-Kriegs-Syrien zu sichern.

    Die Aktivisten befürchten, dass Trumps „gefährliche und tödliche“ Eskalation den Beginn eines neuen und intensiveren „imperialistischen US-Kriegs“ in Syrien bedeuten könnte. Dabei würde der US-Kampf gegen Terroristen in den Hintergrund rücken, während sich Washington auf eine Absetzung Assads konzentriere.

    Die Anti-Kriegs-Koalition übt zudem laut der Nachrichten-Webseite in ihrer Erklärung scharfe Kritik am Vorgehen der US-Medien.

    „Die Medien rühren einhellig die Kriegstrommel und feiern den Bombenangriff ohne jede Absicht, geschweige denn Forderung, jegliche Fakten zu ermitteln, um ihre reflexartige Unterstützung für Trumps monströses Verhalten zu bekräftigen“, hieß es weiter.

    Immer hätten die Medien, wenn Vorwände zur Rechtfertigung „imperialistischer Kriege“ benutzt wurden, den Weg dafür mit tragischen Bildern von verletzten und leidenden Kindern geebnet, begleitet von unbegründeten Vorwürfen, dass die syrische Regierung dahinter steckt.

    Aus Protest gegen das Vorgehen der US-Regierung wollen die UNAC-Aktivisten nun eine Serie von Demos landesweit in Dutzenden Städten, darunter auch in Washington, organisieren.

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    Raketenangriff, Atomkrieg, Donald Trump, Baschar al-Assad, Syrien, USA