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00:19 17 Oktober 2019
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    Moskau kritisiert Johnsons „Verständnis“ von Diplomatie

    © REUTERS / Kirsty Wigglesworth/Pool
    Politik
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    Die Absage des Russland-Besuchs des britischen Außenministers Boris Johnson spricht für dessen Unverständnis der Bedeutung von der Diplomatie, wie das russische Auslandsministerium am Sonntag auf seiner Homepage schreibt.

    „Nach den Aussagen von Johnson hat er derzeit andere Prioritäten, und zwar eine Diskussion mit den G7-Partnern über die Situation in Syrien und ,die russische Unterstützung des Assad-Regimesʻ. Dies spricht für ein fundamentales Unverständnis oder Nichtwissen des Geschehens in Syrien, der Bemühungen Russlands zur Regelung dieser Krise sowie der Bedeutung von Diplomatie“, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

    Im Rahmen des Besuchs des britischen Außenministers Boris Johnson war demnach geplant gewesen, ein ausführliches Gespräch zu allen internationalen Problemen durchzuführen und die russisch-britische Beziehungen zu erörtern.

    „Wir denken nicht, dass wir den Dialog mit London mehr brauchen als sie selbst“, hieß es abschließend.

    Am Samstag hatte das britische Außenministerium mitgeteilt, dass der für den 10. April geplante Besuch Johnsons in Moskau „wegen der jüngsten Ereignisse in Syrien“ abgesagt sei. Ursprünglich sollte Johnson Russland noch Ende März besuchen, die Reise war jedoch verschoben worden. London hatte dies mit Änderungen im Terminplan der Nato-Außenminister begründet.

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    Tags:
    Syrien-Krise, Diplomatie, Außenministerium Russlands, Boris Johnson, Moskau, Syrien, Großbritannien, Russland