18:34 22 Januar 2020
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    US-Raketenangriff auf syrische Luftwaffenbasis (93)
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    Die USA können laut dem britischen Außenminister Boris Johnson noch einen weiteren Raketenangriff auf Syrien verüben, wie die britische Zeitung „Sun“ schreibt.

    Die USA haben Johnson zufolge mit ihrem jüngsten Angriff auf Syrien eine „klare und einige Botschaft“ des Westens geliefert.

    „Entscheidend ist, dass sie dies nochmals tun können“, so Großbritanniens Außenminister gegenüber der Zeitung.

    Er fügte dabei hinzu, dass er mit den USA und den G7-Partnern weiter zusammenarbeiten würde, „um den Krieg zu beenden und einen Umbau Syriens zu erreichen“. Es gebe keine Zweifel daran, dass die US-Aktion zu einer Wende im Syrien-Konflikt werden könne.

    Am Samstag hatte das britische Außenministerium mitgeteilt, dass der für den 10. April geplante Besuch Johnsons in Moskau „wegen der jüngsten Ereignisse in Syrien“ abgesagt sei. Ursprünglich sollte Johnson Russland noch Ende März besuchen, die Reise war jedoch verschoben worden. London hatte dies mit Änderungen im Terminplan der Nato-Außenminister begründet. Nach den Aussagen von Johnson hat er derzeit andere Prioritäten, und zwar eine Diskussion mit den G7-Partnern über die Situation in Syrien.

    In der Nacht zum Freitag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf den Flugplatz Schairat der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Zuvor hatten die USA, ohne jegliche Beweise vorzulegen, die syrischen Streitkräfte, die von diesem Militärstützpunkt aus arbeiten, für die Chemieattacke auf Bürger in der syrischen Provinz Idlib in Syrien vom 4. April verantwortlich gemacht. Laut dem Gouverneur der Provinz Homs forderte der Raketenangriff sieben Menschenleben — fünf Militärs und zwei Zivilisten. Nach den Angaben des russischen Verteidigungsministeriums sind zwei syrische Militärs verschollen, vier wurden getötet und sechs während der Brandbekämpfung verletzt. Das syrische Militär teilte indes mit, zehn  Mann verloren zu haben. Die Lokalbehörden berichten auch von mehreren zivilen Opfern, darunter Kinder.

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    Raketenangriff, Boris Johnson, Großbritannien, Syrien, USA