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    Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, bei dessen Pressekonferenz in Tokio

    Drohungen an USA? – Kreml weiß nichts von „roter Linie“

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    Der Kreml hat Berichte über angebliche Drohungen des russisch-iranisch-syrischen Koordinierungszentrums nach dem amerikanischen Angriff in Homs nicht bestätigt.

    Die Agentur Reuters hatte zuvor gemeldet, dass das gemeinsame Koordinierungszentrum mit harschen Worten auf den US-Luftschlag auf den syrischen Militärstützpunkt Schairat reagiert und angekündigt habe, einen weiteren Übergriff nicht zu dulden.

    In einem Statement soll das Zentrum erklärt haben, dass die Aggression der USA „rote Linien“ überschritten habe. Diese Meldung wurde von mehreren westlichen Medien aufgegriffen und von „Drohungen Putins“ an die USA berichtet.

    „Wir wissen nicht, woher Reuters diese Information hat und was für anonyme Quellen das wieder waren“, kommentierte Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, am Montag. „Wir können das nicht bestätigen.“

    In der Nacht zum Freitag hat die US-Armee nach eigenen Angaben 59 Raketen des Typs Tomahawk auf einen Flugplatz der syrischen Armee in der Provinz Homs abgefeuert. Bei dem Angriff, der von Präsident Donald Trump persönlich befohlen wurde. wurden nach Angaben der syrischen Armee zehn Soldaten getötet und mehrere Flugzeuge zerstört. Lokale Behörden berichteten auch von mehreren zivilen Todesopfern

    Mit dem Angriff will die US-Regierung auf den mutmaßlichen Giftgasangriff vom Dienstag im syrischen Idlib reagiert haben, den sie der Regierung von Präsident Baschar al-Assad zuschreibt. Damaskus weist den Vorwurf zurück. Nach Angaben der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) waren sämtliche C-Waffenvorräte der syrischen Regierung 2013 entsorgt worden.

    Russlands Präsident Wladimir Putin verurteilte den US-Angriff als „Aggression gegen einen souveränen Staat“. Die russische Regierung setzte das Memorandum mit dem US-Militär zur Vermeidung von Zwischenfällen in Syrien aus.

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    Dmitri Peskow, Russland