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10:28 22 September 2019
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    Staffan de Mistura, Syrien-Beauftragter der Uno

    Damaskus sieht in De Mistura keinen fairen UN-Vermittler mehr

    © REUTERS / Denis Balibouse
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    Eine Lösung für Syrien? (2017) (230)
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    Damaskus verliert langsam das Vertrauen zum Syrien-Beauftragten der Uno, Staffan de Mistura, arbeitet trotz alledem mit ihm weiter zusammen, solange jener sein Amt innehat. Dies sagte der syrische Vizeaußenminister Faisal Mekdad in einem Interview für Sputnik.

    Damaskus hatte es im März, im Vorfeld der fünften Runde der innersyrischen Verhandlungen in Genf, abgelehnt, De Mistura zu bilateralen Verhandlungen zu empfangen.

    „Wir sprechen seit Langem über den Verlust unseres Vertrauens zu De Mistura. Aber solange er die Uno vertritt, werden wir mit ihm zusammenarbeiten“, so Mekdad.

    Er wisse nicht Bescheid über die Situation mit einer Verlängerung der Vollmachten von De Mistura – eine Entscheidung dazu werde vom UN-Generalsekretär getroffen, so Mekdad weiter. Er betonte zugleich, dass der amtierende Syrien-Beauftragte nach Einschätzung von Damaskus kein „fairer Vermittler mehr“ sei.

     

    Der UN-Beauftragte verfolge unmittelbar die Politik der USA und des Westens. Dabei vermöge die Uno nicht, eine effektive Rolle bei der Beilegung der Syrien-Krise zu spielen.

    Wie Sputnik im März von einer Quelle im Büro von De Mistura erfuhr, ist sein Mandat um sechs Monate verlängert worden. Der schwedisch-italienische Diplomat ist seit 2014 als Syrien-Beauftragter der Uno tätig.

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